Ausstellung der Wormser Lederindustrie noch bis 7. März in der Kaiser Passage
Sogar die Queen trug Wormser Lederschuhe
Helmut Denschlag, Marie-Elisabeth Klee, Jens Buschbacher und Hans-Joachim Kosubek (von links) betrachten das Werk, welches die Lederwerke Doerr & Reinhart im Jahre 1900 zeigt. Foto: Lili Judith Oberle
VON LILI JUDITH OBERLE Seit Montag gibt es in der Kaiser Passage ein historisches Stück Wormser Geschichte zu betrachten, die original Lithographie der Lederwerke Doerr & Reinhart, welche um 1900 erstellt wurde. Die Wormser Lederindustrie galt damals als eine der größten und bedeutendsten Lederhersteller in Europa. Sogar die Queen habe bei ihrer Hochzeit Schuhe aus „Liebenauer Leder“ getragen, erläuterte Marie-Elisabeth Klee, die selbst eine Nachfahrin der Cornelius Heyl und somit auch den Lederwerken ist, mit einem Schmunzeln. Am Montag war sie deshalb umso erfreuter in der Kaiser Passage den Moment mitzuerleben, bei dem die Lithographie von Center-Manager Jens Buschbacher und dem Vorsitzende des Ledervereins, Helmut Denschlag, enthüllt wurde. Sie stellt den Mittelpunkt einer Ausstellung rund um die Ausstellung dar. Die Ausstellung zeigt den gesamten Produktionsprozess des Leders vom Ursprung, dem Fell, bis hin zur Beizung und der Endproduktion anhand von Bildern und Exponaten. Die Lederausstellung sei besonders auch für jüngere Menschen sehenswert, so Buschbacher bei seiner Eröffnungsrede. Er selbst habe sei durch Denschlag, der ihm bereits im Vorfeld viel zur Lederindustrie erzählt hat, vom Thema fasziniert. Auch der Wormser Bürgermeister, Hans-Joachim Kosubek, lobte die Ausstellung. Sie zeige ein Stück Wirtschaftsgeschichte der Stadt. Der beste Ausstellungsort sei ein Platz an dem die Menschen vorbei kommen. Somit sei die Kaiser Passage ein idealer Standort einer solchen Ausstellung. Denschlag ging im Anschluss genauer auf die Geschichte der Lithographie ein. Auch Denschlag ist ein Nachfahre der Familien, die die Lederwerke in ganz Europa bekannt gemacht hatten. Noch bis zum 7. März lädt die Kaiser Passage zu einer Zeitreise in die Geschichte der Wormser Lederindustrie mit zahlreichen Ausstellungsstücken ein. Die Lithographie wird im Anschluss wahrscheinlich nur im Museum zu sehen sein.