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  • Do., 21. Mai 2020, 11:26 Uhr
    S-BAHN: Realisierung von einem Haltepunkt Worms-Süd wird erneut geprüft / Entwicklung im Wormser Süden gab Anstoß

    „ … sonst ist der Zug abgefahren“

    VON STEFFEN HEUMANN | Wieder einmal ist es der Faktor Zeit, der die Stadt zum schnellen Handeln zwingt. Nach einem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD ist die Verwaltung gefordert, die Optionen für den schon vor vielen Jahren diskutierten S-Bahn Haltepunkt im Wormser Süden zu prüfen und ein zielführendes Verfahren einzuleiten. Dem geht eine detaillierte Untersuchung bei der DB Netz AG zur fahrplanmäßigen Prüfung sowie Analyse der Auswirkungen auf die Streckenleistungsfähigkeit voraus. In Bobenheim-Roxheim würden ebenfalls Überlegungen zur Erschließung des Ortsteils Roxheim mit einem zusätzlichen Haltepunkt reifen, so die CDU- und SPD-Fraktion.

    Mit der Entwicklung des ehemaligen Salamandergeländes mache ein S-Bahn Halt wieder Sinn, wie die Antragsteller erklären. Dieser stehe im Einklang mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Wormser Südens mit den Firmen Reifenhäuser/Kiefel, dem WEP, Gewerbepark Klosterstraße, dem zukünftigen Standort von Möbel Boss sowie dem Einkaufszentrum um Lidl und dm-Markt.

    Erfolgsgeschichte der S6 fortschreiben

    „Lassen Sie uns die Erfolgsgeschichte der S-Bahn Linie 6 fortschreiben“, bat Ratsmitglied Jens Guth um Zustimmung des Gremiums. (Die Linie S6 ist eine Linie der S-Bahn RheinNeckar. Sie verkehrt zwischen Bensheim und Mainz Hauptbahnhof über Worms Mannheim Hauptbahnof und Weinheim auf der Strecke der hessischen und der pfälzischen Ludwigsbahn/Quelle: rhein-neckar-wiki.de) Wenn es zeitlich eng werden sollte, plädierte Guth dafür, auch externe Büros zu beauftragen, denn, wie Jens Guth mahnte, „sonst ist der Zug für uns im wahrsten Sinne des Wortes abgefahren“.

    „Worms darf nicht länger auf der Bremse stehen“, erklärte David Hilzendegen (Bündnis90/Die Grünen). Hilzendegen bedauerte, dass bereits 2011 ein Beschluss gegen einen Haltepunkt gefasst worden sei. „Wir wären wir heute, wenn damals eine andere Entscheidung gefallen wäre“, gab David Hilzendegen zu bedenken. Bei einer Enthaltung wurde dem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD stattgegeben. Zuletzt hatte sich auch die IHK im Namen der Wormser Wirtschaft für einen Haltepunkt im Süden ausgesprochen – der NK berichtete darüber in der Ausgabe am Mittwoch.

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