Fr., 26. Februar 2016, 10:26 Uhr
Ingrid Wittke, Frauenpolitische Sprecherin des SoVD Worms-Alzey, wiederholt Forderung zum Frauentag am 8. März und zum Equal Pay Day
SoVD fordert Gleichstellung der Frauen
Zum internationalen Frauentag am 8. März und zum Equal Pay Day fordert die Frauenpolitische Sprecherin des SoVD Worms-Alzey Ingrid Wittke konsequentere Fortschritte in der Frauengleichstellung
: Frauen erhalten in Deutschland knapp 22 Prozent weniger Lohn als Männer. Während sie als Mädchen in der Schule noch die gleichen Chancen, meist sogar die Nase vorn haben, werden sie im Berufsleben schnell abgehängt. Sie haben oft schlecht bezahlte Jobs in Pflege- und Dienstleistungsberufen.
Oder sie arbeiten in Industrie und Handwerk für geringere Löhne oder Gehälter als ihre männlichen Kollegen. Wenn sie außerdem noch pausieren, um sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu kümmern, müssen sie am Ende mit einer Rente auskommen, die im Schnitt um mehr als die Hälfte niedriger ausfällt als die von Männern. „Selbst schuld!“, lautet der Vorwurf, der Betroffenen gern gemacht wird. Sollen sie sich doch andere Berufe wählen, die besser bezahlt werden. Aber ist das Werken am Auto tatsächlich mehr wert als die Pflege von Kranken oder die Erziehung von Kindern? Schließlich sind dies die zukunftsgerichteten Berufe, die unsere Gesellschaft so dringend braucht.
Zu kurz greift das „Argument“ auch deshalb, weil Frauen in anderen Branchen ebenfalls weniger Entgelt erhalten. Es ist deshalb nicht allein ein längst überfälliges Gebot der Fairness, sondern eine Frage der Zukunftssicherung unseres Landes, dass die Arbeit von Frauen finanziell endlich gleichgestellt wird.