
RENOLIT hat im zweiten Jahr seinen Nachwuchskräften ein „Sozialpraktikum“ angeboten. 32 Auszubildende und dual Studierende absolvierten bei der AWO Rheinland (AWO Haus der Generationen Seniorenzentrum Remeyerhof), der Lebenshilfe Worms-Alzey (Tagesförderstätte) und dem DRK-Berufsbildungswerk Worms ein Praktikum. Sie erlebten einen Perspektivwechsel und lernten die Welt von Menschen mit Beeinträchtigungen kennen. In einer offiziellen Abschlussveranstaltung berichteten die Nachwuchskräfte über ihre Erfahrungen und übergaben an die Kooperationspartner Sachspenden in Höhe von insgesamt 3.000 Euro.
Im Vorfeld der Abschlussveranstaltung hatten die Nachwuchskräfte ihre persönlichen Erfahrungen in Bildern und Worten auf Plakaten dokumentiert. Nach dem World-Café-Format tauschten sie sich mit den Ansprechpersonen der sozialen Einrichtungen aus und reflektierten ihre Erfahrungen. „Ich hatte mit einem Alten- und Pflegeheim bisher noch keine Berührungspunkte. Deshalb wusste ich nicht, was mich dort erwartet“, erläutert Vera Kohlmann, die bei RENOLIT ein duales Maschinenbau- Studium macht. „Auf jeden Fall weiß ich jetzt sehr zu schätzen, was die Pflegenden und Betreuenden leisten und wie einfach man den Patienten einen Gefallen tun kann. Meine Erfahrungen musste ich erst einmal sacken lassen und im privaten Umfeld darüber sprechen.“
„In diesem Jahr haben mehr RENOLIT Nachwuchskräfte die Hospitation bei uns durchlaufen und konnten so unterschiedliche Aktionen miterleben. Die jungen Menschen lernten, dass nicht behindert sein reiner Zufall ist und erfuhren, dass die Arbeit mit und für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf bereichernd, fröhlich und auf Augenhöhe bei der Lebenshilfe stattfindet“, so Nora Ringhof, Bereichsleitung Tagesförderstätte und Bildung von der Lebenshilfe Worms. „Letztlich haben die Menschen mit Beeinträchtigungen durch ihre offene und oftmals unvoreingenommene Art sehr viel zum Gelingen dieser Sozialerfahrung beigetragen. Hierdurch ist auch der Wunsch nach einem Gegenbesuch bei ihren Praktikanten aufgekommen.“
„Wir sehen gerade überall, wie wichtig ein respektvolles Zusammenleben in unserer Gesellschaft ist. Als Arbeitgeber übernehmen wir gesellschaftliche und soziale Verantwortung. Im Sozialpraktikum lernen unsere Nachwuchskräfte, über den Tellerrand hinauszuschauen. Sie machen persönliche Grenzerfahrungen und erweitern so ihren Horizont“, freut sich Markus Blümle, Geschäftsleitung Corporate Human Resources von RENOLIT, über das erfolgreiche Sozialpraktikum.