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  • Mo., 28. Oktober 2013, 12:17 Uhr
    Größere Spiel- und Lernstube bietet auch Platz für Zweijährige

    „Soziale Stadt“ in der Boosstraße zeigt sichtbare Erfolge

    „Cool und ansteckend gut gelaunt gaben die kleinen „Vorstadtkrokodile“ zur Einweihung des Neubaus der Spiel- und Lernstube afrikanische Trommelkunst zum Besten. Foto: Regina Urbach.


     

    Von Regina Urbach Die Einweihung des strahlend orange gestrichenen Neubaus der Spiel- und Lernstube in der Boosstraße am Samstag war fast schon der Schlussstein zum Projekt „Soziale Stadt“ im Wormser Süden. 560 Quadratmeter Nutzfläche bieten nun Platz für die Betreuung von 40 Kindern und Jugendlichen und seit diesem Jahr zusätzlich für 20 Zweijährige. Eigentlich habe man das alte Gebäude nur sanieren und aufstocken wollen, doch habe der Baugrund dies nicht zugelassen, erzählte OB Michael Kissel bei der Eröffnung. So entschloss man sich im März 2010 zu einem Neubau. Ursprünglich zum Termin des Straßenfestes am 14. September geplant, fand die Einweihung und Einsegnung durch Dekan Harald Storch nun bereits bei laufendem Betrieb in Anwesenheit kommunaler Vertreter, des ehemaligen langjährigen Quartiermanagers Jürgen Maier und seiner Nachfolgerin Sara Biedinger, der Landtagsabgeordneten Jens Guth und Adolf Kessel, engagierter Kinder und der Betreuerinnen und Betreuer statt. Kinder von 2 bis 16 Jahren, viele mit Migrationshintergrund aus 19 Nationen, werden hier wochentags betreut, bei Hausaufgaben und Sprachproblemen bis hin zum Bewerbungstraining unterstützt und an kreative Freizeitangebote herangeführt. Eine Kostprobe ihres Könnens gab die Trommlergruppe der „Vorstadtkrokodile“, denen auch komplexere Stücke bewundernswert locker von der Hand gingen. Die Leiterin des Diakonischen Werks, Träger der Spiel- und Lernstube, Anne Fennel, nannte als Ziel der  Betreuung, den Entdeckergeist von Kindern zum Lernen zu nutzen und wies auf messbare Erfolge bei den Schulabschlüssen, der Job- und Lehrstellensuche sowie bei zurückgegangen Transferleistungen in diesem Viertel hin.

    Das Besondere an diesem Projekt ist nicht nur die aktive Beteiligung der Bewohner, sondern auch der umliegenden Anwohner in einer Art kleinem Ortsbeirat. Als „Herzensangelegenheit“ bezeichnete denn auch Anwohnervertreterin Alexandra Finkel den Projekterfolg. Anschließend inspizierten die Besucher bei Kaffee und Getränken die Räumlichkeiten und machten sich ein Bild von der Betreuungsarbeit. Demnächst soll auch der Außenbereich neu gestaltet werden.

    Um soziale Ausgrenzung zu verhindern, wie OB Kissel als wichtiges kommunalpolitisches Anliegen würdigte, konnte das Förderprogramm „Soziale Stadt“ mit Landesunterstützung bisher zahlreiche Projekte im Wormser Süden verwirklichen. Ein Wermutstropfen bei dieser Erfolgsbilanz, die weit in die Region hinein Vorbildcharakter hat: Die Finanzierung des Projekts „Soziale Stadt“ muss nächstes Jahr neu geklärt werden, denn offiziell ist sie bereits ausgelaufen.

     

     

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