Der Wormser Student Arslan Quyyum erhielt den diesjährigen DAAD Preis für wissenschaftliche Leistungen kombiniert mit gesellschaftlichem Wirken
Soziales Engagement und gute Noten
Preisverleihung der Wormser Hochschule. Von links: Claudia Verleye (Hoschule), Arslan Quyyum und Annette Mayer-Möbius. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zeichnet jedes Jahr ausländische Studenten aus, die durch gute wissenschaftliche Leistungen glänzen und sich gleichzeitig gesellschaftlich engagieren. Einer dieser Preise wird an der Wormser Hochschule vergeben. Am Donnerstagmorgen erfolgte die diesjährige Preisverleihung in den Räumen der International Student Office, das früher Akademisches Auslandsamt hieß. Die Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhielt der pakistanische Student Arslan Quyyum.
Erfolgreiche Studiengänge
Arslan Quyyum hat in Pakistan sein Bachlor-Studium erfolgreiche abgeschlossen. Während seiner Zeit an der pakistanischen Hochschule engagierte er sich für Kinder, die an der Blutkrankheit "Thalasämie" leiden, half Opfern des großen Erdbebens in seinem Land und unterrichte Jugendliche aus armen, dörflichen Siedlungen. Im Jahr 2013 kam er an die Hochschule nach Worms und studiert hier seitdem mit einem Notendurchschnitt von 1,8. Darüber hinaus betreut er andere ausländische Studenten und begleitet sie etwa bei Behördengängen. Eine ganz wichtige Tätigkeit von ihm, er besucht ältere Menschen im Seniorenheim "Domicil" und unterhält sich mit ihnen. So verbessere sein Deutsch und seine Gesprächspartner würden viel über Pakistan erfahren und gleichzeitig Englisch lernen.
Innere Zufriedenheit
Zur Motivation für so viel soziales Engagement sagte Arslan Quyyum, dass er eine große "Innere Zufriedenheit" erfahre, wenn er anderen Menschen helfe. Daher möchte er sich Bauch weiterhin in Worms einbringen.
Über die Nibelungenstadt sagte er, dass er sich hier sehr wohlfühle. Er finde es amüsant, wie viele Bürger über ihre Stadt schimpften und Worms gar nicht so schön fänden. Er hingegen liebe die Stadt. Seine großen Hobbys seien Badminton spielen und Schwimmen gehen.
Es gebe einigen große Unterschiede in der Mentalität von Pakistan zu Deutschland. Es sei jedes Mal ein kleiner "Kulturschock", wenn er von Deutschland nach Pakistan reise oder umgekehrt. Bemerkenswert sei für ihn immer, wie viel "Platz" die Menschen in Worms hätten. Die Nibelungenstadt sei großzügig und mit viel grünen Plätzen gestaltet. In seiner pakistanischen Heimatstadt Lahore würden hingegen fünf Millionen Menschen wohnen und alles sei sehr eng.
Nach seinem Master-Abschluss in Worms möchte er eine Tätigkeit ausüben, in der er etwas für beide Länder tun könne, für Deutschland und für Pakistan. Damit wäre Arslan Quyyum ein Brückenbauer, wie wir sie brauchen, die zwischen Kulturen vermitteln und auch Geschäftsbeziehungen herstellen und damit Arbeitsplätze schaffen und sichern.