DEUTSCHES ROTES KREUZ: KleiderTREFF in Pfeddersheim öffnet seine Türen
Soziales und nachhaltiges Projekt
Im KleiderTREFF des DRK hat jedes gut erhaltene Kleidungsstück eine Chance für ein zweites Leben verdient.
Während der Corona-Zeit Räumlichkeiten zu renovieren, einzurichten und mit Kleidung und Leben zu füllen war eine Herkulesaufgabe. Unzählige Menschen waren daran beteiligt, nur durften nie mehr als zwei Personen zusammen arbeiten – mit vorgeschriebenem Abstand. „Die Absprachen waren für das ganze Team eine besondere Herausforderung“, sagt Julia Gill, DRK-Koordinatorin für den KleiderTREFF. „Deshalb hat sich die Eröffnung um ganze vier Monate verzögert.“ Monate, in denen bereits Miete gezahlt werden musste. Der KleiderTREFF ist rein gemeinnützig, muss sich aber selbst tragen.
Gute Secondhand-Kleidung
Das ausgebaute Dachgeschoß in der Paternusstraße 26a, mitten in Pfeddersheim, ist ein heller, freundlicher Raum geworden. Das riesige Angebot an guter Secondhand-Kleidung ist übersichtlich sortiert. Ein großzügiger Umkleideraum sorgt dafür, dass nur passendes mitgenommen wird. Ausgegeben werden Kleidung, Taschen, Modeschmuck und Haushaltstextilien gegen eine nur geringe Gebühr, die zur Finanzierung der Unkosten verwendet wird. Dabei gibt es für jedes Teil zwei Beträge, eine Sozial-Gebühr und eine Normal-Gebühr. Die Sozialgebühren gelten für Studenten, Sozialhilfeempfänger, Asylanten und andere Personengruppen mit geringem Einkommen. Das Angebot steht aber auch jedermann offen.
Der DRK-Ortsverein glaubt, dass jedes gut erhaltene Kleidungsstück eine Chance für ein zweites Leben verdient hat. Im Sinne der Nachhaltigkeit und der Schonung der Ressourcen der Erde sei das Tragen von gebrauchter Kleidung gut für die Umwelt. Alle Kleider werden vor der Ausgabe vom DRK einzeln untersucht, sortiert und aufgehängt. Diese Arbeit erbringt ein 14-köpfiges Team komplett ehrenamtlich. „Wir haben ja auch Spaß dabei", sagt Helferin Kerstin Ams und weist auf die Nachhaltigkeit von Secondhand-Kleidung hin. „Besonders stolz bin ich darauf, dass auch die Einrichtung komplett aus alten Möbeln recycled ist“, sagt Karl Gedig, der eine alte Poggenpohl-Küchenzeile liebevoll restauriert und so vom Sperrmüll bewahrt hat – ein echtes Schmuckstück. Der Vorraum des KleiderTREFFs sollte eigentlich ein Ort der Begegnung und des Miteinander sein. DRK-Gemeinschaftsleiter Gerd Kadel hofft, dass nach Corona auch dieser Teil mit Leben gefüllt werden kann.
Der KleiderTREFF öffnet jeden Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr. Um die Corona-Zeit aufzuholen, ist er auch in den Sommerferien durchgehend geöffnet. Das DRK freut sich über jeden Besucher mit Mund-Nasen-Maske im KleiderTREFF. Desinfektionsmittel steht zu Verfügung.