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Do., 30. Januar 2020, 17:41 Uhr
Squash Bundesliga Süd der Herren: Black & White RC Worms dominiert mit 4:0-Sieg über SC Monopol Frankfurt und 3:1-Sieg beim Königsbrunner SC
Spaghetti Frutti di Mare als ein Erfolgs-Rezept
Valentin Rapp (links) hat es auf Position zwei im Bundesliga-Team des Black & White RC Worms mit den besten Squashspielern Europas zu tun. Der zweifache Deutsche Vizemeister von 2018 und 2019 bringt es dabei in der Saison 2019/2020 aktuell auf eine starke 8:2-Bilanz. Foto: Marcus Diehl.
Zwei Meisterschaften in der Deutschen Squash Bundesliga der Herren 2011 und 2013 und sage und schreibe vier Titel in Serie von 2012 bis 2015 im ECC-Europapokal, den European Club Championships – das ist vergleichbar mit der Champions-League für Vereine im Fußball: Black & White Racket Club Worms ist seit über einem Jahrzehnt eine „Institution“ im deutschen und europäischen Squash-Sport. „Wir sind eine große Squash-Familie in Worms und wollen noch lange eine Squash-Hochburg in Deutschland und Europa bleiben.“ Die Aussage von Michael Wallmann, dem B&W-Pressewart und Hallensprecher bei Bundesliga-Spielen, kann ob der zahlreichen Titel und Erfolge der Nibelungenstädter im rasanten Rückschlagsport kaum überraschen. Auch 2019/2020 rauschen die Wormser wieder ungebremst durch die Saison in der Bundesliga Süd, stehen nach zehn Spieltagen und dem 4:0-Sieg zuletzt über SC Monopol Frankfurt und einem 3:1-Erfolg beim Königsbrunner SC (bei Augsburg) fast schon als Sieger der Bundesliga-Südstaffel für die Playoffs 2019/2020 in Hamburg fest.
Gute Mischung nationaler Topspieler und internationaler Asse
Doch was ist der Grund für die Vorherrschaft des Wormser Clubs im Süden Deutschlands? „Das ist sehr vielfältig“, sagt Team-Manager Michael Zehe. Der Wormser Unternehmer, Geschäftsführer von ROWE Mineralölwerk GmbH und Sponsor des Squash-Sports in der Nibelungenstadt geht ins Detail: „Wir haben uns in den vergangenen Jahren national und in Europa nach und nach etabliert.“ Worms hat im Squash einen guten Namen, was nicht nur auf das große Engagement des Hauptsponsors ROWE Motor Oil zurückgeht. Die drei Brüder Carsten, Jens und Jörg Schoor bilden seit Jahren das Grundgerüst der Mannschaft. Darum herum zieht es immer wieder deutsche Topspieler wie etwa jüngst Valentin Rapp (von Sport-Insel Stuttgart) oder Yannik Omlor (aus Hanau) in die Nibelungenstadt. Darüber hinaus liest sich die Meldeliste der Wormser heuer wieder wie ein „Who’s Who“ des europäischen Squash-Sports.
Chef Michael Zehe „bekocht“ sein Team selbst
Die entscheidende Essenz des Erfolges aber wird bereits zu Beginn der Bundesliga-Partie von Black & White RC Worms gegen SC Monopol Frankfurt offenbar. Michael Zehe erklärt in englischer Sprache dem von Gregory Gaultier, dem französischen ehemaligen Weltmeister 2015, im Match mit den Frankfurtern angeführten Team, was nach der Partie und am Abend vor der Reise in die Nähe von Augsburg beim Königsbrunner SC im Hause Zehe ansteht. „Spaghetti Frutti di Mare als Vorspeise und ein Hase auf Gemüse und Kartoffeln stehen schon auf dem Ofen.“ Familiär mit einer ordentlichen Portion internationalem Flair geht’s bei den „Schwarz-Weißen“ zu. „Gemeinschaftsgefühl ist ein Trumpf unserer Truppe“, betont Michael Zehe.
Akribische Saisonplanung sorgt für Siege
Und richtig gut umgehen mit dem bis zu 180 Kilometern pro Stunde schnellen, 40 Millimeter kleinen und dabei nur 24 Gramm leichten Sportgerät können alle ohnehin. Dazu kommt laut Michael Zehe eine akribische Planung der Saison. Zwei Einsätze müssen alle Spieler im Saisonverlauf mindestens nachweisen, um in den Playoffs, die heuer im Mai 2020 in der norddeutschen Metropole Hamburg stattfinden, zum Einsatz kommen zu dürfen. Das sollten, wie Michael Zehe bereits vorab erklärt, wohl der Neuseeländer Paul Coll, der Engländer Nick Matthew, natürlich Carsten und Jens Schoor, sowie Valentin Rapp und Yannik Omlor sein. Dann steht aller Wahrscheinlichkeit nach wieder ein Duell mit dem Dauerrivalen SC Paderborn auf der Agenda. Seit 2007 gibt es einzig und allein Deutsche Mannschaftsmeister aus Paderborn oder Worms. „Wir werden alles geben, um Paderborn zu entthronen“, verspricht Michael Zehe. Was der Wormser Team-Manager aber noch nicht weiß, ist die Menu-Folge des gemeinsamen Essens der Mannschaft am Vorabend der Playoffs. Daran gilt es noch zu arbeiten …
Squash Bundesliga Herren Süd 2019/2020:
Black & White RC Worms – SC Monopol Frankfurt (Hessen)
4:0 Spiele | 12:1 Sätze
Nr. 1: Gregory Gaultier (Frankreich) vs. Fabien Verseille (Frankreich) 3:0 Sätze – 11:7 | 11:3 | 11:3
Nr. 2: Valentin Rapp (Deutschland) vs. Florian Silbernagl (D) 3:1 Sätze – 4:11 | 11:3 | 11:1 | 11:4
Nr. 3: Yannik Omlor (D) vs. Kai Wetzstein (D) 3:0 Sätze – 11:3 | 11:7 | 11:8
Nr. 4: Carsten Schoor (D) vs. Johannes Voit (D) 3:0 Sätze – 11:4 | 12:10 | 11:5
Königsbrunner SC (Bayern) – Black & White RC Worms
1:3 Spiele | 4:11 Sätze
Nr. 1: Aqeel Rehman (Österreich) vs. Gregory Gaultier (Frankreich) 0:3 Sätze – 9:11 | 4:11 | 6:11
Nr. 2: Florian Mühlberger (D) vs. Valentin Rapp (D) 0:3 Sätze – 1:11 | 3:11 | 8:11
Nr. 3: Simon Vaclahovsky (D) vs. Jens Schoor (D) 3:2 Sätze – 11:7 | 11:8 | 3:11 | 9:11 | 11:8
Nr. 4: Niklas Becher (D) vs. Yannik Omlor (D) 1:3 Sätze – 1:11 | 11:7 | 4:11 | 7:11