Mehr als 110 Menschen gehen auf die Horchheimer „Tatortwanderung“ /Fortsetzung am 4. Juni
Spannende Einblicke in die Geschichte
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr lud die Chorgemeinschaft 2012 Worms-Horchheim im Rahmen der 1250-Jahrfeier zur 2. Tatortwanderung ein und mehr als 110 Wanderfreunde machten sich auf eine der drei Routen und erfuhren von ihren drei Wegbegleitern Günter Hammerle, Michael Bachhuber und Christa Kissling allerlei erstaunliches.
Unterschiedliche Routen
Die Routen führten auf unterschiedlichen Wegen zur ehemaligen Horchheimer Synagoge, die in der Oberen Hauptstraße zu finden war, zum Galgenberg, zur ehemaligen Villa der Firma Pfeiffer und Diller oder zum ehemaligen Wasserhäuschen, das ab 1929 den Ort versorgte.
Aber auch das Horchheim am Worms–Metz-Weg der Kelten und Römer lag, dass es einen eigenen Zöllner gab, der gut lebte oder das Horchheimer Dorfgericht, das unter anderem die Elsbeth vom Fronhof, auf die der Brauch des Sommertages zurückgeht, für ihre Kindstötung verurteilte.
Bevor das Ziel, der Horchheimer Marktplatz erreichte, wurden auch die Konservenfabriken erkundet. Immerhin gab es deren 10, sowie 7 große Gurkeneinlegereien. Gurken eine
Delikatesse, die der erste Gurkenanbauer Philipp Bertz damals in seiner Tragweite noch nicht erahnen konnte. In die ganze Welt wurden Horchheimer Gurken versandt. Einen eigenen Gurkenmarkt gab es seit 1860 bis 1936. 1982 endete dies alles mit der Schließung der Gurkenfabrik Heinrich Wöhrle als letztes Unternehmen.
Die Tatortwanderung, bei der nicht nur die Besucher sondern auch die Wegbegleiter noch allerlei Neues von ihren Mitwanderern erfuhren, endete mit einem gemütlichen Ausklang bei Kaffee und Kuchen.
Die größte der Gruppen machte sich auf dem Dorfanger der Zollhaussiedlung mit Günter Hammerle (links im Bild) auf den Weg. Am Ende des Tages waren sich Teilnehmer und Organisatoren einig – die Premieren war gelungen und wird seine Fortsetzung am 4. Juni ab 11 Uhr finden.