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  • Mi., 12. Juli 2023, 09:50 Uhr
    WORMS: CDU fordert von Sparkasse mehr Kommunikation / Entscheidung der Sparkasse ohne Information der Ortsbeiräte

    Sparkasse steht weiterhin in der Kritik

    Zum Abbau an Filialen und SB-Stellen der Rheinhessen Sparkasse meldet sich die Wormser CDU zu Wort. Foto: Florian Helfert


    Das Unverständnis über die Ankündigung der Sparkasse, weitere SB-Stellen und eine Filiale zu schließen, seien verständlich. Aber dies dürfte nicht darüber hinwegtäuschen, so eine aktuelle CDU-Pressemitteilung, dass es auch die Kunden waren, die mit ihren Füßen gegen die sinnvolle Aufrechterhaltung dieser Stellen abgestimmt haben. Teil der Wahrheit sei nun mal auch, dass viele Kunden Onlineangebote schätzen, seit Jahren keinen Bankschalter mehr besuchen und inzwischen lieber mit Karte zahlen würden.

    Leider unterliegen nach Angaben der CDU-Stadtratsfraktion auch die Sparkassen den strengen Auflagen der Bankenaufsicht und müssen die Vorgaben der Wirtschaftlichkeit erfüllen.

    Allerdings erwartet die CDU-Fraktion eine persönliche Erreichbarkeit, passgenauen Service und den bestehenden örtlichen Bezug zu erhalten und aus- und nicht zurückzubauen. Nur so könne sich die Sparkasse von Direktbanken unterscheiden und auf die Loyalität der Wormser Kundschaft bauen.

    Wissen sollte man allerdings aus Sicht der Partei, dass nahezu alle Parteien, im zuständigen Gremium der Sparkasse vertreten sind. Das Gremium habe den Maßnahmen des Vorstandes mit großer Mehrheit zugestimmt!

    Kritik am mangelnden Austausch

    „Die Leute laufen Sturm. Ich fühle mich hier in der Argumentation von der Sparkasse allein gelassen“, so Monika Stellmann für die kommunalpolitische Vereinigung der CDU. Hochheims Christdemokraten monierten in einer eigenen Pressemitteilung, dass die Bevölkerung – und auch die Hochheimer CDU – von der Sparkasse überrascht worden seien. Raimund Sürder und Markus Hornung hätten sich seitens der Sparkasse zumindest Informationen im Ortsbeirat und einen Dialog gewünscht, statt einfach eine Entscheidung mitgeteilt zu bekommen. Die beiden Christdemokraten aus Hochheim fordern, den Geldautomaten in der Buschgasse zu erhalten.

    Enormer Frust und Unverständnis

    „Wir erwarten“, so Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Karlin, „dass die Sparkasse ihrem Auftrag in Zukunft konsequent folgt und dafür Sorge trägt, dass dem Kunden ein persönlicher Berater mit entsprechender Zuordnung und Erreichbarkeit zur Seite gestellt wird! Die derzeitige Ausrichtung auch der Dachorganisation der Sparkassen ist inakzeptabel!“ Die Sparkasse müsse aufpassen, dass sie nicht den Kontakt und damit das Vertrauen ihrer Kunden verliere.

    Die CDU Worms stellt daher klar: „Frust und Unverständnis sind enorm. Die Menschen erwarten, dass die Sparkasse erreichbar ist und sich um die Bedürfnisse ihrer Kundschaft kümmert und diese vor Ort zufrieden stellt. Das ist der gesetzliche Auftrag nach dem Sparkassengesetz und ggf. müssen Bund und Land das auch der EU-Kommission nochmals klarmachen“, so Karlin.

    Wormser aufgerufen, Sparkasse treu zu bleiben

    Die Rheinhessen Sparkasse habe eine Mammutaufgabe vor sich: Sie müsse den Leuten erklären, dass es die Vorgaben der Bankenaufsicht gewesen seien, die sie zu diesem Schritt gezwungen hätten. Kunden würden in Summe daraus mehr Vor- als Nachteile erwachsen.

    Die Wormser sind aufgerufen, der Sparkasse weiter die Treue zu halten und die Angebote auch anzunehmen, damit nicht noch weitere Filialen schließen und SB-Stellen abgebaut werden müssen.

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