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  • Fr., 12. August 2016, 17:18 Uhr
    Vierspuriger Ausbau zwischen Anschlussstelle Kolpingstraße und B 9 im Wormser Süden von Worms beginnt

    Spatenstich für B 47 neu

    Am Freitagmittag erfolgte unter Mitwirkung zahlreicher Repräsentanten aus Politik und Verwaltung der offizielle Spatenstich für den Baubeginn zur Wormser Südumgehung. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser


    Von Florian Helfert | Mit dem Neubau der Bundesstraße B 47 zwischen der Kolpingstraße und der B9 wird eine wichtige fehlende Verkehrsachse hergestellt, denn so stellt sie ein zentrales Glied zwischen den Autobahnen 61 und 63 im südlichen Rheinhessen sowie der A 67 und A 5 an der hessischen Bergstraße dar. Zudem verläuft die B 47 als Verteilerschiene bislang mitten durch die Wormser Innenstadt, so dass sich in den Hauptverkehrszeiten der städtische, regionale und überregionale Verkehr – auch aufgrund der zahlreichen kleinen Kreuzungen und Einmündungen – regelmäßig staut. Rund elf Prozent des Verkehrs auf der B 47 sind laut dem Landesbetrieb Mobilität  (LBM) rein überregionaler Durchgangsverkehr. Dieser wird mit der neuen B 47 zukünftig um den Innenstadtbereich herumfließen.

    Innenstadt attraktiv entlasten

    „Die neue Verbindung wird außerdem Teil des äußeren Rings der Stadt und übernimmt damit zusätzlich eine wichtige Sammel- und Verteilfunktion für den Stadtverkehr“, so Oberbürgermeister Michael Kissel anlässlich des offiziellen Baubeginns. „Unsere Prognosen zeigen, dass zum Beispiel die besonders belasteten Achsen Kolpingstraße, Klosterstraße und Horchheimer Straße durch den Neubau insgesamt um bis 17.900 Kraftfahrzeuge pro Tag stark entlastet werden können“, erklärte Martin Schafft für den Landesbetrieb.
    Attraktiv wird die neue B 47 für ihre Nutzer, indem sie ohne Ampeln und Kreiseln bis zur Wormser Rheinbrücke geführt wird: Kreuzende Straßen, Eisenbahn und Gewässer werden mit Brücken über oder unter die neue Straße verlegt. Die bisherige B 47 wird nach Abschluss der Bauarbeiten zu einer Stadtstraße abgestuft.

    „Mit dem Spatenstich verringern wir innerstädtische Rückstaus, Lärm und Abgase“, dankte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing dem eigens angereisten Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle. Alle Beteiligten betonten, dass der nun erfolgte Baubeginn sowohl für die Nibelungenstadt als auch für die Region ein denkwürdiger Tag sei.

    Zahlen und Fakten

    Der Bauabschnitt zum Lückenschluss des äußeren Rings umfasst die Anschlussstelle Kolpingstraße bis zur B 9 am Mittelochsenplatz, so dass die Länge rund 2,35 Kilometer beträgt. Im Querschnitt entstehen vier Spuren mit zwei getrennten Richtungsfahrbahnen mit einer Gesamtbreite von 21,5 Metern. Drei Anschlussstellen, acht zu errichtende Brückenbauwerke sowie 1.000 Meter Lärmschutzwände begleiten die Arbeiten ebenso wie die zusätzliche Verlegung von 1,2 Kilometern beteiligter Straßen entlang der Strecke. Die Bauzeit wird mit circa sieben Jahren veranschlagt. Die Kosten für die vom Bund getragene Südumgehung werden auf circa 36 Millionen Euro geschätzt. Ausführlichere Informationen inklusive Planungshistorie unter www.suedumgehung-worms.de

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