
Von Karolina Krüger Am Dienstagmorgen erfolgte vor dem historischen Wasserbehälter Dalsheim der Spatenstich für den neuen Hochbehälter. Walter Wagner gab in seiner Funktion als Verbundleiter des Wasserzweckverband Seebachgebiet-Osthofen einen Überblick über den, 2010 vom Ingenieurbüro Björnsen erstellten, Generalplan der Wasserversorgung, der den bestehenden aus dem Jahre 1989 fortschreiben sollte.
Die Wasserversorgung muss im Versorgungsgebiet durch eine Optimierung der Wassergewinnung im Werk Osthofen in gleicher Qualität auch bis ins Jahr 2030, angepasst an die Veränderungen durch den demographischen Wandel, gewährleistet sein. Dafür wird eine Erhöhung der Speicherkapazität von 10.645 auf 14.650 Kubikmeter bei steigenden Anforderungen an die Trinkwasserhygiene notwendig.
Die Umsetzung des Generalplans ist in zwei Abschnitte unterteilt, der erste bis 2019/20 sieht die Erneuerung der Pumpwerke und Speicheranlagen vor, der zweite eine Erneuerung der Transportnetze in Verbindung mit der Errichtung einer Enthärtungsanlage in Osthofen. Die Investitionen belaufen sich ohne Grunderwerb und Nebenkosten auf 25 Millionen Euro Netto zum Stand 2015.
Von den bestehenden Speicheranlagen sollen drei Standorte saniert, elf Hochbehälter neu erstellt und 19 außer Betrieb genommen werden, davon sind in den vergangenen fünf Jahren bereits fünf Hochbehälter neu erstellt und ein Behälter saniert worden.
Bei Fertigstellung des Behälters in Dalsheim durch die Firma Faber Bau GmbH Alzey, voraussichtlich im September 2017, werden von den neu zu schaffenden Kapazitäten bereits 2.826 Kubikmeter realisiert sein.
Die Halle aus Stahlbeton-Sandwichelementen wird rund 29 mal 17 Meter groß sein und die Pumpwerke für die Behälter Mölsheim und Oberflörsheim enthalten. Daneben entstehen zwei 11,5 Meter hohe Edelstahlbehälter mit einem Durchmesser von 6,5 Metern. Insgesamt verdoppelt sich durch die Ablösung des alten aus dem Jahre 1905 stammenden Behälters das Speichervolumen von knapp 640 auf 1.300 Kubikmeter bei einem prognostizierten Investitionsvolumen von 2,2 Millionen Euro.
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