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  • Mi., 25. September 2024, 18:06 Uhr
    Tischtennis Herren Oberliga Südwest: Junge Truppe des TV Leiselheim trotzt „den Großen“

    Spektakuläre Schläge, spannende Spiele

    Max Klink und Aleksandar Grujic (von links) bilden das neue vordere Paarkreuz des Südwest-Oberligisten TV Leiselheim. Gegen die Topspieler der Liga hielten die beiden TVL-Youngster auf Augenhöhe dagegen.
    Foto: TV Leiselheim

    Sportliches Spektakel erwartet, sportliches Spektakel geboten. Der Auftakt des Neu-Südwest-Oberligisten TV Leiselheim in die Saison 2024/2025 mit einem Doppel-Heimspieltag gegen die beiden Oberliga-Spitzenteams TV Nassau und RSV Klein-Winternheim hielt ziemlich alles, was man sich in der Wormser Tischtennis-Hochburg erhofft hatte.

    „Es war ein echt großartiges Wochenende mit einer fantastischen Stimmung auf dem Trappenberg und einem unerwarteten Punktgewinn“, zog Thomas Strieder, der Leiselheimer Teamchef, ein positives Fazit – auch wenn es für die blutjunge Truppe der Wormser „nur“ zu einem 5:5-Remis gegen Vorjahres-Meister TV Nassau und einer knappen 4:6-Niederlage gegen den rheinhessischen Lokalrivalen RSV Klein-Winternheim reichte. Und für die sportliche Perspektive seiner Mannschaft in der Oberliga Südwest schob Thomas Strieder nach: „Darauf lässt sich aufbauen.“

    Respekt aber keine Furcht

    Ob es an der jugendlichen Unbekümmertheit der im Altersschnitt gerade einmal 18 Jahre alten Leiselheimer Mannschaft oder der fantastischen Unterstützung einer prächtigen Kulisse in der Sporthalle am Trappenberg lag, sei dahingestellt. Jedenfalls feuerten die Jungspunde Max Klink (22), Aleksandar Grujic (21), Yaroslav Chmykhalenko (16) und Richard Strieder (15) gleich einmal gegen Nassau eine Breitsalve nach der anderen ab.

    Das Duell zwischen TVL-Angreifer Aleksandar Grujic und der deutschen Tischtennis-Legende Georg Böhm zog die Tischtennis-Fans sofort in den Bann. Vier rasante Sätze mit spektakulären Momenten Schlag auf Schlag wogte das Generationen-Duell hin und her, ehe Grujic seinen vier Jahrzehnte älteren Gegenüber und sechsfachen Deutschen Meister im Herren-Einzel sensationell bezwungen hatte.

    Chmykhalenko mit grandiosem Einstand

    Die Gastgeber nutzten das Momentum, auch weil die Gäste aus dem Rhein-Lahn-Kreis ob personeller Probleme nur mit drei Spielern angereist waren. Drei Punkte gab es also gratis für den TVL. Für den fehlenden fünften Zähler der Leiselheimer zum 5:5-Remis sorgte Neuzugang Yaroslav Chmykhalenko im Match mit dem tschechischen Tischtennis-Ass David Saleny. Nach knapp verlorenem ersten Satz schnappte sich der erst 16-jährige Ukrainer die Sätze zwei bis vier ganz deutlich. „Ein sensationeller Einstand von Yaroslav“, war Thomas Strieder ob der abgeklärten Vorstellung des technisch brillanten Jungspunds hin und weg.

    Spannung pur ohne Happyend

    Mit dem unverhofften Punktgewinn im Rücken trumpften die Leiselheimer auch tags darauf gegen den hoch favorisierten RSV Klein-Winternheim um Spitzenspieler Björn Baum groß auf. Das TVL-Duo Aleksandar Grujic/Yaroslav Chmykhalenko, Max Klink mit einem Klasse Dreisatz-Sieg über Jurij Magit und Teenager Yaroslav Chmykhalenko in einem atemberaubend spannenden Duell über fünf Sätze gegen den stark agierenden Yves Besier spielten eine 3:2-Führung der Gastgeber heraus. Aber Klein-Winternheim hatte ja Björn Baum, der bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte nichts anbrennen ließ.

    Die Gäste gingen ihrerseits 5:3 in Front. Und obgleich Richard Strieder und Yaroslav Chmykhalenko alles in die Waagschale warfen, war der jungen Truppe von Thomas Strieder lediglich noch der vierte Zähler durch den erneut überragenden Yaroslav Chmykhalenko vergönnt. „Schade, aber dennoch ganz stark“, bewertete Strieder den couragierten Auftritt seiner Truppe als „großen Schritt in die richtige Richtung“.

     

    TV Leiselheim vs. TV Nassau  5:5
    Punkte TV Leiselheim: Aleksandar Grujic, Yaroslav Chmykhalenko (2), Richard Strieder, Yaroslav Chmykhalenko / Richard Strieder.

     

    TV Leiselheim vs. RSV Klein-Winternheim  4:6
    Punkte TV Leiselheim: Max Klink, Yaroslav Chmykhalenko (2), Aleksandar Grujic / Yaroslav Chmykhalenko.

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