NABU Worms nahm am Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar teil
Spektakuläres Insektenvorkommen
Sie liegen oft verborgen, aber es gibt sie, die sogenannten "Hot Spots" der Artenvielfalt. Die Sandgrube Monsheim beherbergt ein spektakuläres Insektenvorkommen und ist deshalb in Fachkreisen sehr bekannt. Einen wesentlichen Beitrag für den optimalen Zustand des Lebensraumes liefert der Naturschutzbund NABU mit seinem Gehölzrückschnitt, um Insekten sonnige Bereiche zu bieten.
Am Freiwilligentag 2014 der Metropolregion Rhein-Neckar nahm wieder der NABU mit vielen Helfern teil. Der Tag verlief fast optimal. Fast. Arbeitete man in den vergangenen Jahren oft bei Nässe und Eiseskälte, machten dieses Mal den Helfern die gefühlten 40 Grad in der Sonne und die hohe Luftfeuchtigkeit zu schaffen. „Die Getränke waren rasch geleert, die Motivation ließ am Ende spürbar nach“, berichtet Projektleiter Matthias Bösl, „es ging einfach nichts mehr!“ Zum Projekt des NABU waren sogar zwei Interessierte aus Fürth im Odenwald angereist. Wie wichtig solche Naturschutzarbeit auch für die unscheinbaren Lebewesen sein kann, erkannten die Aktiven am herumhüpfenden Grasfrosch und der Erdkröte sowie an zahlreichen Ödlandschrecken, die im Flug ihre blau schimmernden Flügel zeigten. Das Vorkommen der in Deutschland als gefährdet eingestuften blauflügligen Ödlandschrecke ist typisch für Sandgruben, deren Boden offen gehalten wird. „Ein toller Tag, eine gute Tat der Freiwilligen, so soll es sein“, lobte Bösl am Ende die erschöpften Teilnehmer.