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  • So., 02. Oktober 2016, 12:54 Uhr
    Tag des offenen Denkmals gewährte Einblick in die Horchheimer Kirchen

    Spende an den Förderverein übergeben

    Von links bei der Scheckübergabe: Markus Holzmann, Günter Hammerle, Charlotte Rüdiger, Inge Uhrig und Volker Janson.


    Markant und Ortsbildprägend seien die drei Horchheimer Kirchen und schon von weitem sichtbar, so Horchheims Ortsvorsteher Volker Janson in seiner Begrüßung zum Kirchenrundgang beim Tag des offenen Denkmals. Erstmals zur 1250-Jahrfeier öffneten alle drei Kirchen gemeinsam die Türen für die Besucher.

    Zum Start in der Alten Heilig-Kreuz-Kirche, der heutige Friedhofskirche, aus dem Jahr 1724 erläuterte Günter Hammerle mit Hilfe des 13-Knoten-Seils die Bauweise der Kirche. Im Bauwesen des Mittelalters war das 13-Knoten-Seils  für die Architekten und Baumeister unverzichtbar, da damit einfach gleichseitige und rechtwinklige Dreiecke sowie Kreise konstruiert werden können.

    Willibald Dores, vom Förderverein „Alte Heilig-Kreuz-Kirche e.V.“  ging auf die Baudaten ein und zeigte auf, welche Um-,  Erweiterungs -und Neubaumaßnahmen notwendig waren, bis die Alte Heilig Kreuz Kirche in ihrem heutigen Bau stand. Dabei beschrieb auch den Bau von seinem Ursprung 1234 über den Neubau 1724 bis hin zur heutigen Friedhofshalle und auch das Wirken des Fördervereins, mit dessen Hilfe das Gebäude aufwendig restauriert werden konnte.

    In der evangelischen Gustav Adolf Kirche erklärte Günter Hammerle warum so viele evangelischen Kirchen von außen gelb angestrichen sind (zur Erinnerung an den schwedischen König Gustav-Adolf, der viele Kirchenbauten ermöglichte, wurde als Farbe eine der schwedischen Flaggenfarben gelb und blau verwendet) . 1908 erbaut und 1992 wieder in ihren Urzustand versetzt gilt sie mit Ihren reichen Bemalungen im Darmstädter Jugendstil fast wie eine damals so genannte „Armenbibel”.

    Udo Stegmann gab der neugierigen Besucherschar in der neuen Heilig Kreuz Kirche  Einblicke und Wege in die Kirche. So sprach er über Maßwerke wie die Nonnenköpfe  und etliche Besucher waren hellauf begeistert über die näheren Erklärungen der einzelnen Bilder und Werke im Innenraum. Fragen über Fragen an allen drei Stationen ließen das Verlangen nach Vertiefung aufkommen.

    Die in den Kirchen durchgeführte Spendensammlung ergab einen Erlös von 200 Euro, die Ende September von Ortsvorsteher Volker Janson, Günter Hammerle und Markus Holzmann (Organisationsteam 1250-Jahrfeier) an Inge Uhrig und Charlotte Rüdiger vom Förderverein übergeben wurde.

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