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  • Mi., 18. November 2015, 19:39 Uhr
    Oberverwaltungsgericht entscheidet im Verwaltungsrechtsstreit für die Südzucker AG

    Sperrung der Wormser Ortsdurchfahrt für LKW „offensichtlich rechtswidrig“

    Die Sperrung der Cornelius-Heyl-Straße für den LKW-Verkehr muss aufgehoben werden, da diese „offensichtlich rechtswidrig“ ist. Zu diesem Urteil kam das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz am Dienstag, 17. November 2015. Es gab damit einer entsprechenden Klage der Südzucker AG gegen die Stadt Worms in zweiter Instanz statt. Südzucker und der Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V. zeigten sich von dem Urteil erleichtert und bewerteten dieses als gute Entscheidung sowohl für das Unternehmen als auch für die Rübenanbauer in der Region. Durch die Sperrung waren für den Rübentransport erhebliche Umwegstrecken entstanden, die sich auf die Dauer einer gesamten Kampagne gerechnet auf 240.000 Kilometer summiert hätten. „Dadurch wären jedes Jahr unnötig mehr als 70.000 Liter Diesel zusätzlich verbraucht worden, was einer CO2-Emission von 185.000 Kilogramm entspricht“, erläutert Klaus Schwab, Leiter der Zuckerfabrik Offstein. „Insofern ist das jetzt vom Oberverwaltungsgericht getroffene Urteil auch ein Erfolg für die Umwelt.“

    Aber auch fuür die Bevölkerung war die von der Stadt Worms vorgeschlagene Umwegstrecke keine Verbesserung, sondern lediglich eine Verlagerung, von der letztlich sogar mehr Anwohner betroffen waren. Die gesperrte Strecke führt dagegen fast ausschließlich durch ein Gewerbe- oder Mischgebiet und tangiert eine Wohnbebauung nur minimal. Die Straßen und Verkehrsführung vor Ort sind darüber hinaus für den LKW-Verkehr bestens geeignet und auch dafür ausgelegt.

    „Wir sind generell bestrebt, die Belastungen fuür Bevölkerung und Umwelt so gering wie möglich zu halten und werden unsere Logistik auch in Zukunft so gestalten“, erklärt Dr. Christian Lang, Geschäftsführer des Verbandes der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V. in Worms. So werden zum Beispiel fast alle im Zuckerrübentransport eingesetzten LKW jedes Jahr neu angemietet. Damit wird sichergestellt, dass immer die modernste Technik genutzt wird, wodurch Kraftstoffverbrauch, Schadstoffbelastung und Geräuschpegel stetig weiter reduziert werden. Manfred Kröhl vom Geschäftsbereich Zucker/Rüben bei Südzucker erklärt: „Wir haben bereits mit Oberbürgermeister Kissel vereinbart, dass wir im Interesse der Bevölkerung auch weiterhin Gespräche zum Rübentransport zwischen der Stadtverwaltung Worms, Südzucker und dem Anbauerverband führen werden.“

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