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Mo., 14. Juni 2021, 14:14 Uhr
TENNIS: Herren 40 der SG Alsheim / Gimbsheim starten mit 5:4-Erfolg im Lokalderby der Rheinhessenliga über SG Pfeddersheim / Monsheim nach „ewiger Corona-Auszeit“ perfekt durch
Spiel, Satz und Sieg für den Sport
Einer der Matchwinner für die Herren 40 der SG Alsheim/Gimbsheim: Marcel Scheffel punktete für sein Team sowohl im Einzel als auch dem Doppel an der Seite von Patrick Sauer. Der Topspieler der Altrheiner hatte damit großen Anteil am knappen 5:4-Erfolg im Rheinhessenliga-Lokalderby über SG Pfeddersheim/Monsheim. Foto: Marcus Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Die Medenspiele, so heißen die Mannschafts-Saisonspiele im Tennis der Jugend und Erwachsenen in Deutschland, sind alljährlich die Sommer-Highlights der Tennisclubs. 2021 haben die Medenspiele eine ganz besondere Bedeutung, sind sie doch die ersten sportlichen Wettkämpfe überhaupt nach einem gefühlt ewigen Corona-Lockdown von beinahe acht Monaten. Endlich geht es wieder um Aufstieg oder den Klassenerhalt. Der NK lässt die gelben oder grünen Filzkugeln in seiner Serie „Spiel, Satz und Sieg im Nibelungenland“ über die Tennisnetze der Region fliegen. Werfen wir dazu einen Blick in die Rheinhessenliga der Herren 40. Dort sorgte eines der ersten Spiele der Sommerrunde gleich einmal für Spannung hoch drei. Die SG Alsheim/Gimbsheim bezwang Lokalrivale SG Pfeddersheim/Monsheim in einem Duell auf Augenhöhe denkbar knapp mit 5:4.
Spiel, Satz und Sieg im Nibelungenland
Noch mahnen Mund-Nasen-Schutzmasken und Hygiene-Stationen zur Vorsicht gegen das Corona-Virus, welches unsere Welt seit fast zwei Jahren lähmt. Doch langsam kehrt auch im Sport Normalität zurück. Endlich. Der Tennissport hat diesbezüglich eine Vorreiterrolle inne, können Menschen doch dabei ihren Sport im Freien auf gehöriger Distanz ausüben. So konnte man den 13 Protagonisten des Wormser Lokalderbys zwischen SG Alsheim/Gimbsheim und SG Pfeddersheim/Monsheim ihre ungetrübte Freude an der sportlichen Betätigung, den Spaß am Kräftemessen und das „Wir-Gefühl“ bei der Ausübung eines Mannschaftssports geradewegs an den Nasenspitzen ablesen. Und wenn dann noch reichlich Spannung im Spiel ist, dann macht der Kampf um Asse, Passierbälle und Sätze gleich noch einmal so viel Spaß.
Ein Küsschen nebst verbalem Schulterklopfer
Hin und her ging es im Medenspiel. Erst wurde Carsten Wedel dank seiner klasse Technik im Duell mit dem wacker kämpfenden Christian Glimm beim 6:0 und 6:3 der Rolle als Punktegarant der Altrheiner trotz langer Auszeit wieder gerecht. Zum Lohn für eine blitzsaubere Partie gab’s ein Küsschen der Frau und ein „gut gemacht“ als Lob des Sohnemannes. Daniel Münk baute im Match mit Jörg Ussner die Führung aus, obgleich er erst den inneren Schweinehund überwinden musste. Der Mann mit dem satten Vorhand-Topspin haderte: „Ich komm’ nicht von der Stelle, bin wie gelähmt.“ Den Rückstand im ersten Satz steckte das Tischtennisass des TV Alsheim/Mettenheim dennoch weg – und drehte das Match zum 7:5 und 6:2.
Power-Duell der Spitzenspieler
Die Gastgeber führten 2:0, doch die SG Pfeddersheim / Monsheim blieb dran. Und zwar zunächst in Person von Heiko Lang, der das Spiel gegen Dr. Patrick Sauer im ersten Durchgang mit seiner Vorhand dominierte. Sauer’s starke beidhändige Rückhand brachte den zweiten Satz und später zwei Matchbälle beim 9:7 im Champions-Tiebreak. Aber erneut eine Wendung: Lang konterte zum 12:10 und 2:1-Anschluss. Weiter ging das Kräftemessen auf Augenhöhe. Das Spitzenspiel beider Topspieler zwischen Marcel Scheffel und Patrick Seibert war ein Ringen darum, wer als erster am Netz auftauchte. Serve-and-Volley hieß es im Match beider Offensivspieler immer wieder. Am Ende hatte der Altrheiner Marcel Scheffel den Schläger im Power-Duell beim 6:3, 6:4-Erfolg ein paar Mal öfter vorne.
Grote und Seibel stechen
Eine Vorentscheidung? Von wegen. Dagegen hatte Dirk Grote im Kampf gegen den Alsheimer Abwehrkünstler Stephan Meuren etwas. Weit hinter der Grundlinie fischte Meuren alles, was zu holen war, doch „Abteilung Attacke“ namens Dirk Grote triumphierte 6:2 und 6:4. Und weil auch Jörg Seibel im Aufeinander-Treffen zweier Aufschlag-Kanonen gegen Kai Rohrscheidt einige Asse mehr auf der Pfanne hatte, ging es mit einem leistungsgerechten 3:3-Unentschieden in die Doppel.
Hochspannung vor den Doppeln
Die Doppel mussten entscheiden – ganz wie es sich für das von der ersten bis zur letzten Sekunde spannende Aufeinandertreffen gehörte. Wedel / Münk schnappten sich unangefochten das Dreierdoppel, Seibert / Seibel punkteten für die Gäste. Wer im Kampf um erste Zähler für den angestrebten Klassenerhalt erfolgreich sein würde, musste das Einserdoppel ausspielen. Logisch, dass es hierbei höchst spannend zuging. Den ersten Durchgang entschieden Scheffel / Sauer im Tiebreak und in Satz zwei reichte ein Break mehr gegen Lang / Grote, um als glücklicher Sieger den Platz zu verlassen. Spaß hat das brisante Duell offensichtlich allen bereitet, denn nach der langen Corona-Pause galt am Ende für alle Tenniscracks: Spiel, Satz und Sieg für den Sport.
Tennis Herren 40 Rheinhessenliga
SG Alsheim/Gimbsheim – SG Pfeddersheim/Monsheim 5:4 (11:8 Sätze)
Einzel:
1: Marcel Scheffel vs. Patrick Seibert 6:3 | 6:4
2: Dr. Patrick Sauer vs. Heiko Lang 0:6 | 6:2 | 10:12
3: Stephan Meuren vs. Dirk Grote 2:6 | 4:6
4: Carsten Wedel vs. Christian Glimm 6:0 | 6:3
5: Kai Rohrscheidt vs. Jörg Seibel 2:6 | 4:6
6: Daniel Münk vs. Jörg Ussner 7:5 | 6:2
Doppel:
1: Scheffel / Sauer vs. Lang / Grote 7:6 | 6:4
2: Meuren / Rohrscheidt vs. Seibert / Seibel 3:6 | 5:7
3: Wedel/Münk vs. Glimm/Yvan Challe (FRA) 6:1 | 6:0