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  • So., 18. August 2024, 18:40 Uhr
    Fussball: TSG Pfeddersheim verliert mit gegen den SC Hauenstein / Am Mittwoch um 19.30 Uhr geht es nach Offenbach

    Spirale zeigt weiter nach unten

    Solche intensiv geführte Zweikämpfe wie von Kapitän Fabio Schmidt bekamen die Zuschauer zu selten geboten und wenn, dann waren die Gäste meistens die Sieger. Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Es sollte nach den letzten negativen Ergebnissen bei der TSG Pfeddersheim alles besser werden. Das Team war gewillt eine Reaktion zu zeigen. Dieser Vorsatz ist zwar zu loben, doch die Realität sieht ganz anders aus. Der Aufsteiger SC Hauenstein holte mit einem verdienten 2:0 (0:0) Sieg die drei Punkte im Uwe-Becker Stadion. „Wir haben die schwachen letzten 15 Minuten gegen Gau-Odernheim aufgearbeitet. Das Team hat darauf unter der Woche sehr gut trainiert. Was dann dabei herauskam, dafür fehlen mir die Worte. Das war katastrophal“, sprach ein konsternierte Trainer Nauwid Amiri.


    „Es ist nicht erklärbar“


    „Wir hatten eine gute Stimmung vor dem Spiel. Es ist nicht erklärbar, dass bei Anpfiff so eine Unsicherheit herrschte“, so der Trainer. Viele lange Bälle im Niemandsland, sehr planlos gespielt. Keine einzige Ballstafette über die ganze Spielzeit und alles sehr auf Zufall in der vorderen Box ausgelegt. Kam der Ball einmal ins Zentrum, war die Verwertung viel zu umständlich und ohne Zugzwang. Die Gäste – mit ganz anderen Vorrausetzungen als die TSG – brachten auf den Platz, was nötig ist, um erfolgreich werden zu können. Voller Einsatz, großer Wille und eine Einheit.


    Kader ungleichmäßig besetzt?


    Bei der TSG konnte erst in der zweiten Hälfte der Einsatz und Wille nicht ganz abgesprochen werden. Als eine Einheit präsentierten sie sich aber nicht. Von der Stammelf bei den Testspielen fehlten nur Marcel Bormeth und Danny Blum durch Verletzungen. Es besteht eine Vermutung, dass der Kader ungleichmäßig besetzt ist. Von den Einwechselspielern kommt nicht gerade viel auf dem Platz zurück.


    Niederlage eingeleitet


    Die erste Hälfte war ein sehr müder kick. Die TSG setzte durch Nico Najda den Ball einmal an die Latte, sonst gab es keine einzige nennenswerte Gelegenheit. Die Gäste hatten auch ihren Pfostentreffer, begünstigt durch eine Nachlässigkeit auf der linken Defensivseite von Fabricio Moncada. In der zweiten Hälfte war der Wille etwas besser ausgeprägt, aber immer noch nicht ausreichend. Die Niederlage eingeleitet hat diesmal einer, der eigentlich für Zuverlässigkeit steht: Torhüter Sören Petzold. Nach einer abgefangenen Flanke, wollte er das Spiel einmal schneller machen. Sein Abschlag kam aber genau in die Füße von Hauenstein. Den darauffolgenden langen Ball hätte Moritz Maurer locker klären können, stoppte aber nach einem Ruf von Petzold. Noel-Niklas Kästner hatte die Fußspitze schneller am Ball und das Spielgerät trottelt langsam ins Tor. Es war erst die 65. Minute. Jedem im Stadion war dabei schon klar, das war die Entscheidung. Kein Aufbäumen der TSG. In der 77. Minute dann das 0:2 durch Leon Christmann. Trainer Nauwid Amiri: „Alle elf Spieler haben eine bessere individuelle Klasse, als Hauenstein. Die bringt dir aber nichts, wenn du nicht als eine Einheit auftrittst.“


    Beim FSV Offenbach am Mittwochabend, um 19:30 Uhr, wird der Gegner genauso auftreten wie Hauenstein. Mit Schönspielerei und nur 98 Prozent Einstellung, kann in der Verbandsliga kein Blumentopf gewonnen werden. Erst sollte der Kampf kommen, dann das spielerische.


    Meinung von Marcus Diehl


    Das Team der TSG bringt eine gute Performance einfach nicht auf den Platz. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine große Lücke. Jeder eingesetzte Spieler muss sich selber hinterfragen, was er und die Mannschaft am Samstag geleistet haben. Die Antwort ist vorgegeben: Nichts, vom Anpfiff bis zum erlösenden Abpfiff für die Zuschauer. Mit Fußball hatte es nichts zu tun. Trainer Nauwid Amiri  sprach vor der Saison, für welchen Fußball er als Trainer steht. Seine Mannschaft sollte agieren, dominanten Fußball spielen, mit viel Ballbesitz, Lücken erspielen und im höchsten Tempo zum Anschluss zu kommen. Jetzt, nach vier Spieltagen, ist nicht viel davon zu sehen. Elf Einzelkämpfer gegen eine aufopferungsvolle Hauensteiner Mannschaft. Die Unsicherheit war der Heimelf anzumerken.

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