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  • Fr., 20. September 2019, 14:37 Uhr
    ENTDECKUNGSTOUR: Orden der Freunde des Pfeddersheimer Weins bei Weingütern an der Nahe

    Spitzenweine

    Die Weinverkostung von sechs Spitzenweinen mit einem anschließenden Abendessen ließ bei den Weinfreunden keine Wünsche mehr offen.


    Im Rahmen ihrer Herbstfahrt an die Nahe besuchten 39 Mitglieder und Gäste des Ordens der Freunde des Pfeddersheimer Weins zunächst das Weingut Johanneshof in Bad Kreuznach-Bosenheim, in dessen Vinothek sie von der Winzerin Britta Korrell mit einem Glas Sekt begrüßt wurden. Interessiert lauschten die Gäste während der Verkostung eines Cuvée den Erläuterungen über ihre Philosophie bei der Rebstockpflege, der Vermarktung der Weine und der Bedeutung des Terroir mit seinen ausdrucksstarken Muschelkalkböden für die Typizität der Weine. Das Potenzial der Lagen spiegelt sich unter anderem wider in Auszeichnungen von drei Trauben im Gault Millau und vier Sternen im „Feinschmecker“. Die Familie Korrell betreibt schon in der 6. Generation seit 1832 Weinbau.

    Im Zeichen der Weinbergsbegehung

    Weiter ging es nach Bad Kreuznach auf Entdeckungsfahrt mit dem Touristen- Express „Blauer Klaus“, vorbei an Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Salinental, dem Kurpark, den Brückenhäusern und viele mehr. Der Nachmittag stand im Zeichen einer Weinbergsbegehung inklusive Weindegustation im VDP-Weingut Kruger- Rumpf in Münster-Sarmsheim an der Nahe. Senior-Chef Stefan Rumpf referierte in einem seiner Weinberge über die Probleme des Weinbaus in Steillagen, die über 300 jährige Tradition seines Weingutes, die ständige Innovation und das Experimentieren mit der Sortenvielfalt, aber auch die Bewahrung von alten Werten. Der Winzer erläuterte seine Philosophie über eine Kreislaufwirtschaft, die er einfach als ganzeinheitliches System versteht, dass möglichst wenig Energie, Wasser und Nährstoffe von außen zugeführt werden müsse.

    Weinverkostung mit anschließendem Abendessen

    Die Begrünung der Weinberge und der Beweidung durch Weinbergsschafe, sowie die Herstellung von eigenem Kompost sind nur einige Maßnahmen, die ihn seinem Ziel nach besserer Ökobilanz und Weinqualität näherbringen. Die Weinfreunde erfuhren nun Details über die Anbaugebiete und Rebsorten des Weingutes: Von 32 ha befinden sich 89% im Nahegebiet und 11% in Rheinhessen. Davon entfallen 19,5 ha auf Riesling, je 4 ha auf Grau-und Weißburgunder und 2 ha auf Spätburgunder-Reben. Drei Weine aus dem Weingut, die aus „VDP. Große Lagen“ wie z.B. dem Scharlachberg stammen, dürfen die Bezeichnung „VDP. Großes Gewächs“ tragen. Laut Gault Millau zählen die Großen Gewächse des Weingutes zur absoluten deutschen Spitze. Die nun im Gutshof stattfindende Weinverkostung von sechs Spitzenweinen mit einem anschließenden Abendessen ließ bei den Weinfreunden keine Wünsche mehr offen. Der Vorsitzende des Ordens, Günter Bleise, bedankte sich herzlich bei dem Referenten für die vielen Informationen, ebenso dankte er allen Teilnehmern und nicht zuletzt dem Organisator der Veranstaltung, Vorstandsmitglied Thomas Peters.

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