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  • Do., 08. September 2016, 16:43 Uhr
    Junge Fußballer aus dem Nibelungenland vom Jugendfußballturnier in Shenyang und Qingdao zurückgekehrt

    Sportlich-spannende Momente in China erlebt

    Voller positiver Erfahrungen und Erlebnisse kehrte die Delegation des vierten deutsch-chinesischen U16-Jugendfußballturnier in Shenyang und Qingdao nach Deutschland zurück. Foto: Benjamin Kloos

    Voller positiver Erfahrungen und Erlebnisse kehrte die Delegation des vierten deutsch-chinesischen U16-Jugendfußballturnier in Shenyang und Qingdao nach Deutschland zurück. Foto: Benjamin Kloos

    Von Benjamin Kloos Es war eine besondere Reise, die sich in vielfacher Hinsicht für alle Beteiligten gelohnt hat: Anlässlich des vierten deutsch-chinesischen U16-Jugendfußballturnier in Shenyang und Qingdao reiste eine Gruppe von 60 Personen, darunter 44 Jugendfußballer, für zwölf Tages ins Reich der Mitte und tauchten in eine völlig andere Sport- und Kulturwelt ein.

    Unter Leitung von Trainerlegende Klaus Schlappner und Felix Kurz, zwei der drei Initiatoren des deutsch-chinesischen Jugendaustauschs, der 2012 ins Leben gerufen worden war, nahm neben der U16 des FC Astoria Walldorf eine Kurpfalz-Auswahl mit Spielern aus dem Nibelungenland, oder wie Klaus Schlappner es ausdrückt, „seiner Kurpfalz“ teil – neben Wormatia Worms und der TSG Pfeddersheim waren unter anderem auch der SV Waldhof sowie Teams von der Bergstraße vertreten.

    Sportlich, kulturell und vor allem auch menschlich machten die Nachwuchsfußballer einmalige und prägende Erfahrungen und traten zudem als Botschafter auf. Überrascht zeigten sich alle davon, wie begeistert man deutsche Fußballer jeden Alters in China empfängt, mit Selfies, Interviews und Menschentrauben. Ebenso überraschend waren die Eindrücke, die in den Kindergärten und Schulen gesammelt wurden: Die Leistungen, die hier in allen Bereichen, von der Kunst über die Musik bis zum Sport erbracht werden, seien beeindruckend. Noch gibt es in China im Jugendbereich keinen Ligabetrieb, es wird nur in Schulen gespielt. Doch dies soll sich ändern, um China qualitativ auf eine neue Ebene des Fußballs zu heben – hierzu hat sicher auch dieser Besuch beigetragen.

    Auch sportlich war die Reise ein Erfolg, so verlor die Kurpfalzauswahl nur ein Spiel – gegen wesentlich ältere Spieler. „Dies sind Spiele, an denen man wächst, auch wenn man natürlich auch gegen ältere Gegner bestehen kann“, so Klaus Schlappner im Rückblick. „Ihr habt Eure Vereine aber gut präsentiert.“

    Beeindruckt zeigten sich vier Spieler, die stellvertretend für ihre Mitspieler über ihre Erlebnisse berichteten. „Es war von Anfang an sehr interessant, wir haben viel über die Geschichte und Kultur Chinas gelernt, besonders über die Vielfalt der chinesichen Drachen. Wir haben viele neue Freunde gefunden, deutsche und chinesische“, zeigte sich Samed Mustafa Aygün (Wormatia Worms) begeistert. „Wir haben gute Spiele abgeliefert und sind als Team zusammengewachsen.“ David Damm (Wormatia) hob die Freundlichkeit der Gastgeber hervor, während Marcel Ruh-Clausen (TSG Pfeddersheim) besonders der Empfang durch die Chinesen imponiert hat. „Es gab eigene Kinderreporter, die uns Interviewt haben und wir wurden hundertfach fotografiert.“ Eric Mattern (Wormatia), der mit dem sportlichen Gedanken im Vordergrund zur Reise aufgebrochen war, wurde ebenfalls durch die positiven Eindrücke des eng gestrickten Besuchsplans beeindruckt. „Auch wenn es Spaß gemacht hat ist das Sportliche immer mehr in den Hintergrund getreten. Wir konnten vieles sehen und auch alles mitmachen, so beispielsweise bei der Kaligraphie.“ In einem waren sich alle vier Spieler einig: Diese Reise würden sie immer wieder machen.

    Eine besondere Ehre wurde Klaus Schlappner zuteil: Er wurde aus Verdienst um den chinesischen Fußball die Ehrenbürgerwürde der Stadt Shenyang verliehen. Und auch das chinesische Fußballmuseum sei „eigentlich ein Klaus-Schlappner-Museum”, wie Uwe Franz, Sportdezernent der Stadt Worms, augenzwinkernd betonte.

    Machten in China positive Werbung für die Region: Die jungen Fußballer der Kurpfalzauswahl. Foto: oh


    „Worms als Stadt ist für die Chinesen interessant, es hat Qualität und Historie. Seit Jahren haben wir einen guten Kontakt hierher, Worms hat immer ein offenes Ohr, wenn es um Trainingsmöglichkeiten für Jugendteams geht. Vielen Dank dafür“, freute sich Klaus Schlappner über die Unterstützung seitens des Nibelungenstadt. „Worms hat sich auch politisch durch Uwe Franz hervorragend verkauft“, ergänzte Felix Kurz. „2017 wird das Turnier in Deutschland stattfinden, und vielleicht ja auch in Worms.“

    Auf die Frage, was der Austausch den für die deutsche Seite bringe, fand Klaus Schlappner klare Worte: „Im Bereich des Fußballs benötigt China unsere Hilfe. Aber in anderen Bereichen werden wir irgendwann die Hilfe Chinas benötigen. Es ist wichtig, sich menschlich und fachlich in allen Bereichen auszutauschen und zu verstehen. Dann profitieren beide Seiten.“ Und mit Blick auf die jungen Fußballer fügte er abschließend hinzu: „Wir haben die Jungs gefordert aber auch gefördert. Sie sind zu einer echten Einheit zusammengewachsen, über Grenzen hinweg. Es war eine Erfahrung, die sie für ihr Leben nachhaltig beeindrucken wird.“

     

     
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