Mi., 12. November 2014, 08:08 Uhr
Gundersheimer Kinder aus Grundschule und Kindergarten trafen sich zum Martinsfest
St. Martin bringt alle Kinder zusammen
Die Legende vom Heiligen Martin, dem Soldaten im Dienste der Römer, der seinen Mantel mit dem Bettler teilte, fasziniert auch heute noch so sehr, dass zu seinem Festtag am Dienstag, 11. 11. nahezu alle Gundersheimer Kinder aus Grundschule und Kindergarten in der St. Remigiuskirche zusammentrafen. Martinsspiel, Umzug und der anschließende Abschluss im Hof des alten Gundersheimer Pfarrhauses erbrachten eine Spende für ein soziales Projekt.
Ruhig wurde es, als Pfarrer Eichler von Martin erzählte und das, was er berichtete, wurde danach von den Dritt- und Viertklässern der Grundschule Gundersheim in einem Spielstück mit Chor- und Gesangseinlagen vorgetragen. Da wurde für die kleinen Zuschauer in der Kirche schnell deutlich, was auch heute noch vielfach die Ursache von Leid ist: Hartherzigkeit, Gleichgültigkeit und Aggressionen gegen Schwächere. Aber St. Martin zeigte ihnen einen Weg, es besser zu machen. Er hatte Mitleid und teilte - zuerst nur seinen Mantel, aber dann - im übertragenen Sinne - sein Herz, als er nach dem Erlebnis mit dem Bettler seine wahre Berufung erkannte und fortan sein Leben lang den Armen half.
Dem Spiel in der Kirche folgte der Laternenumzug durch die von der Freiwilligen Feuerwehr abgesperrten Gundersheimer Straßen, der im alten Pfarrhof endete. Dort gab es Punsch und Rosinenbrötchen für die Kinder, wobei sich dem Symbol des Teilens folgend, immer zwei Kinder ein Brötchen teilten, um das Erlebte zu unterstreichen und zu vertiefen. Bei Glühwein und Würstchen standen die Eltern noch lange beisammen. Spenden und Erlös vom Punsch-, Glühwein- und Würstchenverkauf erbrachten 494,- € - auch dank der Spenden des Weinguts Dietmar Merkel und des Aktiv-Markts Bruder. Der katholische Pfarrgemeinderat und der evangelische Kirchenvorstand haben gemeinsam beschlossen, dass die Spenden und der Erlös dieses Tages den Interplast Ärzten, Sektion Bad Kreuznach, die plastische Chirurgie in den Ländern der 3. Welt betriben, zur Verfügung gestellt werden.