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  • Do., 01. September 2016, 10:18 Uhr
    Jahreshauptversammlung des Anbauerverbandes am 7. September im Kultur- und Tagungszentrum „Das Wormser“ in Worms

    Staatsminister und Südzucker-Finanzchef bei den Zuckerrübenanbauern

    Im Land der Reben und Rüben werden in 2017 mehr Rüben als seit Jahren wachsen. Die Zuckerrübenanbauer werden laut Mitteilung ihres Verbandes ihre Fläche um mindestens 10 Prozent ausdehnen. Gleichzeitig rechnet der Verband mit überdurchschnittlichen Zuckererträgen im aktuellen Jahr. Ursachen seien die für Zuckerrüben günstige Witterung und Fortschritte in der Praxis auf dem Acker. Sowohl Klima als auch Sorten und Schädlinge stehen seit Jahren im Mittelpunkt gemeinsamer Forschungsprojekte mit den Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und Hessen, der Saatzucht Strube und dem Klimakompetenzzentrum in Trippstadt. Die Erfolge aus dieser Arbeit werden jetzt für die Anbauer in Hessen und Rheinland-Pfalz sichtbar.

    Markt bestimmt die Preise

    Hintergrund der Ausdehnung der Anbaufläche für das kommende Jahr ist das Auslaufen der in diesem Jahr noch geltenden Zuckermarktordnung. Mehr als ein halbes Jahr früher als sonst wurden die Verträge zwischen Anbauern und Südzucker abgeschlossen. Der Verband hatte gemeinsam mit den Partnerverbänden in Süddeutschland die Konditionen seit fast zwei Jahren verhandelt. Jetzt besteht damit Planungssicherheit für Industrie und Anbauer. Die Preise wird jedoch der Markt mehr denn je bestimmen. Aktuell sieht es dank zunehmender Nachfrage auf dem Weltmarkt und geringerer Vorräte dabei nicht einmal schlecht aus.

    Ein stabilisierendes Element

    Zu seiner Jahreshauptversammlung am 7. September hat der Verband daher Staatsminister Dr. Volker Wissing sowie den Finanzvorstand der Südzucker, Thomas Kölbl, nach Worms eingeladen. Staatsminister Dr. Volker Wissing wird zu diesem Anlass über die Agrarpolitik der neuen Landesregierung, politische Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven für die Zuckerwirtschaft referieren. Thomas Kölbl wird die Beteiligung der Bauern am Unternehmen Südzucker als Modell für die Zukunft erläutern.
    Beide Referenten sind zum ersten Mal als Hauptredner eingeladen. In Zeichen von Krisen in vielen Bereichen der Landwirtschaft ist die Königin des Ackerbaus – wie die Zuckerrübe seit vielen Jahren bezeichnet wird – immer noch ein stabilisierendes Element. Die Anbauer dürfte daher sehr interessieren, wie die führenden Lenker von Land und Unternehmen die Entwicklung und Chancen einschätzen. Der Verbandsvorsitzende Walter Manz wird dazu die Position seiner Organisation beisteuern. Als Vertreter der ca. 2.000 Rübenanbauer kann er hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Die Zeichen stehen aktuell wieder auf Erfolg.

    Auch international bestehen

    Die Partnerschaft mit dem Unternehmen und die Konkurrenz auf dem Acker mit anderen Kulturen erhöhen die Verantwortung für die Verbände. Das ist auch die Erklärung, warum man sich intensiv auch um die Forschung bemüht. Dem Zufall kann man Fortschritt nicht überlassen. „Wenn die Produktion auf dem Acker gut läuft, kann man im Wettbewerb auch international bestehen“, zeigt sich Manz überzeugt. Ohne Fortschritt auf dem Acker werde man den Vorsprung verlieren. Der Wettbewerb kenne keinen Stillstand. Die Rahmenbedingungen für Verarbeitungsstandorte und Bauern schaffen Staat und Zuckerwirtschaft gemeinsam. Die Veranstaltung wird zeigen, welche Wege man dabei einschlagen will.

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