DIENSTLEISTUNG: Entsorgungs- und Baubetrieb Worms AöR mit neuem Betriebszweig / Strukturen vorhanden
Stadt schleppt künftig auch ab
Künftig regelt die Stadt Worms den Abschleppdienst in Eigenregie, um effizienter gegen Falschparker vorgehen zu können. Foto: PIRO4D/Pixabay
VON STEFFEN HEUMANN | Der Verwaltungsrat stimmte der beiliegenden Änderung der Satzung für die Anstalt des öffentlichen Rechts „Entsorgungs- und Baubetrieb Worms AöR“ (Anstaltssatzung) gemäß der Fassung der 1. Änderungssatzung zwecks Erweiterung der Aufgabenübertragung um die Aufgabe „Abschleppservice“ (§ 2 Anstaltssatzung) sowie einer textlichen Anpassung zu und empfahl dem Stadtrat die entsprechende Beschlussfassung. Dieser folgte am Mittwoch bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen der Empfehlung.
„Der Entsorgungs- und Baubetrieb wäre dann als Dienstleister für das Ordnungsamt tätig“, so Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek. Die Strukturen seien ebenfalls vorhanden, auch verberge sich hinter der Umstrukturierung keine Profitabsicht, betonte Kosubek. Allerdings machte der Bürgermeister deutlich, dass es ihm ein Anliegen sei, Grenzen aufzuzeigen. „Wer falsch parkt, wird abgeschleppt“, betonte der Bürgermeister und ergänzte, dass man Flagge zeigen wolle und man die Problematik des Falschparkens ernst nehme. Ein entsprechendes Fahrzeug soll noch angeschafft werden, ehe der Abschleppdienst rund um die Uhr im Auftrag des Ordnungsamtes im Einsatz sein wird.
Dass die Kosten bei Vergehen unter denen eines privaten Abschleppunternehmens liegen könnten, ist nur ein schwacher Trost für künftige Falschparker. Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek hierzu: „Es wird in jedem Fall teuer!“