Zwei in Pfeddersheim und eines eines in Abenheim werden der unterschiedliche Weiternutzung zugeführt
Stadt übernahm historische Wasserhäuser
Im Jahre 1905 übertrugen die damals eigenständigen Gemeinden Abenheim und Pfeddersheim entgeltfrei Grundstücke an den seinerzeit schon bestehenden Zweckverband Wasserversorgung für das Seebachgebiet in Osthofen. Quasi als Gegenleistung stellte der Zweckverband mit der Herrichtung der drei Wasserhäuser in ihrer exponierten Lage die Versorgung mit Trinkwasser dauerhaft und verlässlich sicher.
In der Nähe der Klausenbergkapelle
Eines der drei Wasserhäuser steht in Abenheim in der Nähe der Klausenbergkapelle, die beiden anderen in Pfeddersheim an der Landstraße Richtung Mörstadt und gegenüber des neuen Wasserhauses in der Nähe der Windräder. „Mit der Planung der Neustrukturierung der Wasserversorgung im Seebachgebiet und der damit verbundenen Errichtung neuer, den Bedürfnissen angepasster Kapazitäten wurde schnell klar, dass die seitherigen Wasserhäuser nicht mehr benötigt werden“, teilte Zweckverband-Geschäftsführer Christian Gukenbiehl der Stadt Worms im letzten Jahr mit und bot die Übernahme der drei, mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Wasserhäuser durch die Stadt als Rechtsnachfolgerin der heutigen Stadtteile Abenheim und Pfeddersheim zu einem symbolischen Übernahmepreis an.
Gelegenheit nicht verschließen
„Einer solchen Gelegenheit, die seit rund 110 Jahren die Landschaft prägenden und in Sandstein gefassten Objekte zu übernehmen und dauerhaft zu sichern, konnten wir uns nicht verschließen. Zur Vermeidung von Kosten für die Stadt Worms war für uns die Prämisse klar, dass verlässliche Anschlussnutzungen gefunden werden müssen. Diese Vorgabe wurde nun abschließend von der Verwaltung umgesetzt“, informiert Oberbürgermeister Michael Kissel.
Ulrich Vollbracht aus dem Bereich Stadtentwicklung hatte dazu jeweils in enger Abstimmung mit den Ortsvorstehern von Abenheim und Pfeddersheim Nutzer gewinnen können. Nachdem mit diesen die gewünschten zukunftsorientierten Folgenutzungen besprochen und vertraglich vereinbart waren, konnten die Grundstücke erworben werden. Das Abenheimer Wasserhaus wird künftig von einer Privatperson für kulturelle Zwecke in Verbindung mit dem Abenheimer Skulpturenweg sowie für künstlerische Ausstellungen genutzt.
Pfadfinder und Jäger kümmern sich
In Pfeddersheim übernimmt eine Pfadfindergruppe das Wasserhaus an der Mörstädter Straße, das andere Wasserhaus nimmt die Jagdgesellschaft Pfeddersheim in ihre Obhut für die Hege und Beobachtung des Wildes im Feldflur. „Denkmalpflegerische und weitere Vorgaben der Nutzungsvereinbarungen stellen den Erhalt der historischen Objekte dauerhaft sicher“, betont Oberbürgermeister Michael Kissel.