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  • Do., 03. März 2016, 14:28 Uhr
    Finanzstaatssekretär Barbaro und OB Kissel unterzeichnen heute den Kaufvertrag für ehemaliges Ämterhaus

    Stadt Worms kauft Andreasquartier für „Rathaus 2“

    Nach erfolgreichen Verkaufsverhandlungen folgte heute (3. März 2016) der symbolische Akt: Im Wormser Rathaus unterzeichneten Finanzstaatssekretär Professor Dr. Salvatore Barbaro und Oberbürgermeister Michael Kissel den Kaufvertrag, mit dem das ehemalige Ämterhaus an der Andreasstraße/Dechaneigasse in den Besitz der Stadt übergeht. Das sogenannte Andreasquartier soll saniert werden und künftig unter anderem alle bisher im Ämterhaus Adenauerring untergebrachten Dienststellen, also auch den Bürgerservice mit der Kfz-Zulassungsstelle und der Passbehörde, beherbergen. Der Erwerb durch die Stadt Worms wird vom Land mit 390.000 Euro aus dem Investitionsstock gefördert.

    Staatssekretär Prof. Barbaro beglückwünschte die Stadt: „Das Land unterstützt diese Entscheidung gerne, denn Worms schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein längerer Leerstand an einer das Stadtbild prägenden Stelle kann beendet werden. Gleichzeitig erhält die Verwaltung die Chance, Ämter mit viel Publikumsverkehr an einem zentralen Standort in räumlicher Nähe zum Rathaus zusammenzuführen. Das ist städtebaulich ebenso ein Gewinn wie für den Bürgerservice.“

    Oberbürgermeister Michael Kissel äußerte sich dankbar und erfreut, dass nach langer Planungs- und Verhandlungsphase nunmehr mit dem Erwerb und der finanziellen Förderung durch das Land die Voraussetzungen für eine bedarfsgerechte Unterbringung der publikumsintensiven Verwaltungsbereiche konkret angegangen werden könne. „Die räumlich und funktional völlig unzureichenden Bedingungen im Amtsgebäude Adenauerring erfüllen schon lange nicht mehr die für einen kundenorientierten Bürgerservice notwendigen Mindeststandards.“ Das früher von Gesundheitsamt, Straßenneubauamt und Katasteramt genutzte, aber seit langem leer stehende Verwaltungsgebäude biete demgegenüber weitaus bessere Bedingungen für die 117 Mitarbeiter und die für die Bürger wichtigen Serviceeinheiten.

    Zunächst baufachliche Prüfung des Umbau- und Modernisierungskonzeptes
    Sobald die baufachliche Prüfung des vom Stadtrat bereits beschlossenen Umbau- und Modernisierungskonzeptes durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) abgeschlossen und der beim Innenministerium bereits vorliegende Förderantrag positiv beschieden sei, werde die Verwaltung die konkreten Schritte einleiten. „Die Förderfähigkeit der notwendigen Umbau- und Modernisierungskosten aus dem Investitionsstock, die nach der aktualisierten Kostenfortschreibung mit rund 5,718 Mio. Euro (ohne Baunebenkosten) kalkuliert sind, hat uns das Innenministerium bereits vor Jahren bestätigt“, erläuterte OB Kissel, der mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren rechnet. Voraussetzung für den frühestens Ende 2016/Anfang 2017 denkbaren Baubeginn seien allerdings ein verbindlicher Bewilligungsbescheid, die Mittelbereitstellung im Haushalt und das übliche Ausschreibungsprozedere.

    Das in Sichtverbindung zum Wormser Dom liegende Ensemble aus drei teilweise verbundenen, dreigeschossigen Gebäuden befand sich zuvor im wirtschaftlichen Eigentum des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB), der auch die Verkaufsverhandlungen führte.

    Die beiden 1954 als Gesundheitsamt und für Teile des Finanzamts errichteten Gebäude an der Ecke Andreasstraße/Dechaneigasse bieten jeweils mehr als 1000 Quadratmeter Nutzfläche, das sechs Jahre später eingeweihte ehemalige Katasteramt an der Dechaneigasse noch einmal knapp 600 Quadratmeter. Alle sind in Massivbauweise errichtet mit den damals typischen Walmdächern. Auf dem rund 3600 Quadratmeter großen Grundstück befindet sich außerdem ein eingeschossiges Garagengebäude zur Seminariumsgasse hin. Nachdem die früheren Ämter im Zuge von landesweiten Verwaltungsreformen ausgezogen waren und keine andere Landesbehörde Bedarf anmeldete, wurde die Liegenschaft zum Verkauf bestimmt. Der Kaufpreis beträgt 1,75 Millionen Euro.

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