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  • Mo., 19. Oktober 2020, 09:10 Uhr
    Landrat Heiko Sippel und Oberbürgermeister Adolf Kessel: „Interkommunale Zusammenarbeit bewährt sich besonders in Krisenzeiten“ / Zwei geschulte Hygienefachkräfte der Wormser Ordnungsbehörde kompensieren derzeitigen Personalengpass im Gesundheitsamt

    Stadt Worms kompensiert Personalengpass im Gesundheitsamt in Alzey

    „Die in die Höhe schnellenden Infektionszahlen beunruhigen mich“, blickt Landrat Heiko Sippel derzeit mit Sorge auf die jüngste Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis Alzey-Worms und in der Region. Behörden, Arztpraxen, Krankenhäuser und das Gesundheitsamt arbeiten Hand in Hand, um eine weitere Ausbreitung des neuen Virus zu verhindern und die Bürger sind im eigenen Interesse aufgefordert, Abstands- und Hygienevorschriften strikt einzuhalten.

    Beim Gesundheitsamt in Alzey, das auch für den Bereich der Stadt Worms zuständig ist, laufen alle Drähte zusammen. Dort werden relevante Daten erfasst und erforderliche Maßnahmen eingeleitet, um etwaige Infektionsherde ausfindig zu machen und Infektionsketten nachverfolgen zu können. Doch gerade aktuell steht das Personal nach Monaten des permanenten Einsatzes enorm unter Druck, um die vielfältigen Aufgaben in der akuten Infektionswelle wahrnehmen zu können. Ein Teil der Hygienefachleute steht aufgrund von anderen Erkrankungen bis auf Weiteres nicht zur Verfügung. Eine Situation, die Heiko Sippel als zuständigem Dienstherrn in den vergangenen Tagen zu schaffen machte. Nach einem Gespräch mit Oberbürgermeister Adolf Kessel konnte er jedoch wieder aufatmen. "Wir haben schon in anderen Bereichen interkommunal mit dem Landkreis Alzey-Worms erfolgreich zusammengearbeitet und praktizieren diese Kooperation selbstverständlich auch jetzt in dieser schwierigen Zeit, in dem wir zwei geschulte Hygienefachfrauen aus dem Personalbestand des Bereichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung zunächst für drei Monate nach Alzey entsenden, um das Gesundheitsamt zu unterstützen", erklärt der Wormser Stadtchef. Beide Mitarbeiterinnen haben sich freiwillig für diesen verantwortungsvollen und nicht ungefährlichen Job gemeldet, bei dem der direkte Kontakt mit Infizierten nicht ausbleibt.

    „Wir sind der Stadt Worms sehr dankbar für die wertvolle Hilfe. Ohne die schnelle Zusage des Oberbürgermeisters, personelle Unterstützung zu leisten, hätten wir einen großen Engpass, der von den eigenen Leuten fast nicht mehr zu schaffen wäre“, zeigt sich Landrat Heiko Sippel erleichtert und hofft, dass die Infektionszahlen auch wieder sinken werden und die Bürger des Landkreises Alzey-Worms und der Stadt Worms gesund bleiben. Ein funktionierendes Gesundheitsamt ist dafür unerlässlich.

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