WORMS: Besucher erwartet am 18. November vielfältiges Programm zum Jahrestag
Stadtarchiv feiert 40 Jahre Raschi-Haus
Baubeginn auf den erhaltenen Kellergewölben/-fragmenten, Oktober 1980, Blick Richtung Synagoge. Foto: Stadtarchiv Worms / Neg.-Nr. F5066_31
Im November wird das Wormser Raschi-Haus 40 Jahre alt. Dies ist für das Stadtarchiv ein guter Grund am Freitag, dem 18. November, von 10 bis 19 Uhr, mit einem vielfältigen Programm zurückzublicken. Bei freiem Eintritt können sich Besucher insbesondere über das dort ansässige Jüdische Museum informieren. Die Details zu den Angeboten des Tages werden noch im Oktober auf der Homepage des Instituts für Stadtgeschichte unter www.Worms.de präsentiert.
Ende November 1982 eröffnete nach jahrelangen Planungen das Raschi-Haus in der Hinteren Judengasse als neue Heimstätte für eines der ersten jüdischen Museen in Westdeutschland nach der NS-Zeit. Zudem befindet sich seitdem dort das Stadtarchiv mit seiner Fotoabteilung und die Untere Denkmalschutzbehörde. Der mit Fördermitteln auch von Bund und Land errichtete Bau steht im Kontext der seit den 1970er Jahren erfolgten Sanierungsanstrengungen im Bereich der Judengasse unter Federführung des damaligen Stadtplaners Wolfgang Grün. Viele Väter und Mütter des Baues konnte der damalige Oberbürgermeister Wilhelm Neuß zur Einweihung begrüßen. Dazu gehörten neben dem Architekten Rainer Kleebank, der langjährige Leiter von Archiv und Museum, Ehrenringträger Fritz Reuter, der 1977 das für die Realisierung entscheidende Konzept für den Wiederaufbau vorgelegt hatte, ebenso wie Vertreter der Jüdischen Gemeinde Mainz und Professor Dr. Otto Böcher, Wormser Theologe und Kunsthistoriker, einer der frühesten Mahner für eine angemessene Nutzung des historisch einzigartigen, 1971 abgerissenen alten Baues.