Di., 09. April 2019, 09:39 Uhr
CDU-Stadtratsfraktion stellt Anträge für die kommende Ratssitzung vor
Stadtentwicklung, Bürgerserive, Vollzugskräfte und Rathaus II
Die Ausarbeitung einer umfassenden Entwicklungsperspektive unter Berücksichtigung der Entwicklungsziele und unter Einbeziehung von Überlegungen und Wünschen der Bürger*innen ist geboten. „Ziel ist es, die Entwicklung unserer Stadt hin zu einem „Mehr“ an Tourismus zu lenken und dadurch eine deutliche Erhöhung der Kaufkraft, eine Belebung der Innenstadt und eine Steigerung der Lebensqualität für unsere Bürger*innen zu erreichen", erklärt Dr. Klaus Karlin von der CDU-Stadtfraktion. Hierfür sei nach beiden neuen Konzepten u.a. am Dom der Verkehr zu beruhigen und es werde ein erhebliches touristisches Potential zwischen Dom und dem Stadtmauerbereich Luginsland gesehen.
„Gleichzeitig entwickeln wir derzeit mit einem privaten Investor über einen sogenannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ das „Valckenberggelände“ zwischen Valckenbergstraße und Weckerlingplatz. Die sich anbahnende Entwicklung in diesem wichtigen Bereich unserer Stadt bietet eine herausragende und nahezu einmalige Chance, den gesamten Bereich zwischen Andreasstraße, Valckenbergstraße und Willy Brandt Ring planerisch in den Blick zu nehmen", so die CDU, „es darf jetzt nichts durch Schnellschüsse verbaut werden, in dem in einem „Klein-Klein“ und „übers Knie gebrochen“ mit Vehemenz am Andreasquartier Fakten geschaffen werden." Bei einer derart wichtigen Entscheidung müsse mit der gebotenen Sorgfalt und unter Berücksichtigung der durch die benannten neuen Konzepte vorgegebenen Leitplanken offen neu nachgedacht werden. Es ginge hierbei nicht um fertige Konzepte, sondern im Alternativen und Chancen für die Stadt und um deren Ausarbeitung im Kontext der neuen Erkenntnisse. Hierbei könne selbstredend auch ein (weiteres) Hotel am Dom Platz finden. Der Ertrag für die Stadt aus dem Tourismus stehe und falle mit der Möglichkeit, in Worms zu übernachten. Nach Auffassung der CDU sind auch mehrere zusätzliche Hotels an verschiedenen Standorten für Worms möglich und sinnvoll, wenn die Konzeption und die zeitliche Taktung stimmen. Beides sei machbar.
Entwicklung sei ein Prozess, in den die jeweils neuen und zukunftsweisenden Ideen und Ziele eingearbeitet werden müssen. Denkverbote und Schnellschüsse stehen jeder vernünftigen Stadtentwicklung im Wege. Zusammen mit den Bürger*innen sollen daher Fachleute unter diesen Rahmenbedingungen neu denken und den notwendigen Entwicklungsprozess im gesamten betroffenen Stadtquartier zwischen Andreas- und Valckenbergstraße sowie dem Willy-Brandt-Ring voranbringen. Ein technisches Rathaus mit Zulassungsstelle und Passanträgen könne auch an einer Vielzahl anderer Stellen im Stadtgebiet realisiert werden. Stadtentwicklung dürfe nicht geopfert werden, weil das Land Zuschüsse in Aussicht gestellt hat. Diese würden auch an anderer Stelle bewilligt und benötigt, u.a. an den Schulen. Für das Rathaus II ständen eine Vielzahl anderer Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung; für den Bürgerservice und den Vollzugsdienst müssten ohnehin sofortige Zwischen-/Lösungen gefunden werden.