Di., 08. Dezember 2015, 08:11 Uhr
Volker Roth, Geschäftsführer der wfg, informierte und diskutierte bei der AWO Worms-Mitte
Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus
Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus waren Themen beim letzten „Treffpunkt AWO“ des Ortsvereins Worms-Mitte der Arbeiterwohlfahrt im Gerd-Lauber-Haus. In dieser Veranstaltungsreihe der AWO wird über die verschiedensten Themen informiert und diskutiert, Gast war diesmal Volker Roth, bei der Stadtverwaltung für diese Bereiche in den kommunalen Abläufen zuständig ist.
Seine Ausführungen über die Entwicklung der 84.000 Einwohner zählenden Nibelungenstadt waren sehr vielseitig und beleuchteten die wesentlichen Merkmale kommunaler Entwicklung. Von den strukturellen Veränderungen vor Jahrzehnten, beispielsweise in der Leder- und Mühlenindustrie, der Schließung großer Betriebe wie Strohzellstoff, Dingler & Karcher, bis zur heutigen Zeit spannte sich der Bogen in Roths Ausführungen. Diese strukturellen Veränderungen waren mit dem Verlust vieler Arbeitsplätze in Worms verbunden. Der Mitte der achtziger Jahre beginnende Aufschwung veränderte die Situation in der Wormser Wirtschaft. Heute hat die Stadt rund 30.000 versicherungspflichtige Arbeitsplätze. Neben der Chemie ist die Logistikbranche ein zweites wichtiges Standbein der Wormser Wirtschaft. Die zur Verfügung stehende Fläche für die Erweiterung oder Neuansiedlung von Betrieben war in dieser langen Entwicklung ein wichtiges Schwungrad. Heute mangelt es an Fläche. Im Norden der Stadt stehen lediglich noch 6,5 Hektar zur Verfügung. Die Stadt bemüht sich, auch in engem Kontakt mit dem Umland, das Rad in Bewegung zu halten.
Große Bedeutung für die Stadt hat der gesamte schulische Bereich unter Einbeziehung der Hochschule ebenso wie die Gesundheitsvorsorge, bei der besonders auch das Klinikum eine zentrale Rolle spielt.
Eckpfeiler der städtischen Entwicklung
Qualität für das Leben, Arbeiten und Wohnen in Worms sind wichtige Eckpfeiler städtischer Entwicklung. Parks und kleine Plätze mit Gastronomie im Herzen der Stadt um den Dom und in der Nähe der mittelalterlichen Stadtmauer prägen das Bild der Stadt heute ebenso wie sanierte und modernisierte Ein- und Mehrfamilienhäuser. Roth verwies in diesem Zusammenhang auf das Liebenauer Feld, das ein Paradebeispiel gelungener Stadtentwicklung darstellt.
Der Tourismus hat sich in Worms gut entwickelt. Als Beispiel nannte Volker Roth den Dom, der jährlich von über 300.000 Touristen besucht wird. Die Übernachtungszahlen liegen bei rund 145.000. Die Nibelungenfestspiele sind für die Stadt die beste Werbung. In diesem Zusammenhang verwies Roth auf die Bemühungen der Schumstädte um die Anerkennung als Weltkulturerbe. Das heutige Worms hat in seiner Innenstadt ebenso wie in den Stadtteilen, wo auch der Wein eine große Rolle spielt, ein großes und vielseitiges touristisches Angebot. So ist auch der Tourismus wichtig für das Leben in der Stadt.
In der sehr engagierten Diskussion nach den Ausführungen von Volker Roth wurden viele Themen angesprochen. und diskutiert. Bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen, die Verbesserung der Straßenverhältnisse, das ehemalige Nibelungencenter, die grüne Schiene, Jugendhaus am Güterbahnhof und Campingplatz gehörten dazu. AWO Vorsitzender Karl Kronauer dankte Volker Roth für einen interessanten Abend in der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt AWO“ des Ortsvereins Worms-Mitte der Arbeiterwohlfahrt.