Sa., 10. Februar 2024, 14:10 Uhr
WORMS: Zwischenbericht über Haushaltsvollzug im Haupt- und Finanzausschuss
Städtischer Schuldenberg nimmt wieder zu
Von Florian Helfert › Auf Basis der ersten Hälfte des Vorjahres wird sich das geplante Jahresergebnis 2023 von plus 2,4 Millionen Euro auf minus 18,1 Millionen verschlechtern, so eine erste Hochrechnung der städtischen Finanzverwaltung unter Oberbürgermeister Adolf Kessel.
Auf Jahressicht zeichnet sich allerdings ab, dass das derzeit gemeldete voraussichtliche Defizit niedriger ausfallen wird. Anhand der aktuell vorliegenden Informationen prognostiziert die Stadt ein Defizit für 2023 in Höhe von rund zehn Millionen Euro – wobei sich dieser Wert in der kommenden Jahresabschlussaufstellung gemäß den Unterlagen des jüngsten Haupt- und Finanzausschusses „noch erheblich verändern“ kann. Folglich ist das bisherige Zahlenwerk der Ergebnisrechnung noch nicht aussagekräftig.
Ungeachtet dessen steht eines wie das Amen in der Kirche bereits fest: Ein ausgeglichener Haushalt rückt auch für das Haushaltsjahr 2023 in weite Ferne.
Aus den verschiedensten Gründen musste die Stadt Worms auch von etlichen Investitionen abrücken. Im Zuge fehlender personeller und zeitlicher Ressourcen, Lieferengpässen, witterungsbedingter Verzögerungen, ausstehender Zuwendungsbescheide, Verzögerungen aufgrund notwendig gewordener Neuausschreibungen (gewünschtes Ausschreibungsergebnis wurde nicht erzielt; zugesagte Leistung konnte nicht erbracht werden), späteren Freigaben von Haushaltsmitteln aufgrund vorläufiger Haushaltsführung, der Wahl günstigerer Umsetzungsvarianten oder fehlender politischer Entscheidungen wurde im vergangenen Jahr signifikant weniger wie geplant investiert.