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12.24 Uhr | 10. Februar 2020
HANDBALL FRAUEN: Der Tabellenzweite SV Zweibrücken entreißt einer beherzt aufspielenden TG Osthofen mit 17:23 (9:7) noch beide Punkte

Startsieben im langen Höhenflug

Kristina Graf beackerte voller Elan die rechte Außenbahn im Angriff der TG Osthofen und sah sich dabei zumeist der Gegenwehr von zwei gegnerischen Verteidigerinnen ausgesetzt.  Foto: Felix Diehl

Kristina Graf beackerte voller Elan die rechte Außenbahn im Angriff der TG Osthofen und sah sich dabei zumeist der Gegenwehr von zwei gegnerischen Verteidigerinnen ausgesetzt. Foto: Felix Diehl

VON JÜRGEN JAAP | „Dieses Spiel macht Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf.“ Frank Zimmermann wirkte nach der 17:23-Niederlage der TG Osthofen gegen SV Zweibrücken, den Tabellenzweiten der Handball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar der Frauen, durchaus nicht enttäuscht. Der Grund für die positive Grundstimmung beim Trainer der TGO-Frauen lag in der Tatsache begründet, dass die Wonnegauerinnen dem klaren Favoriten lange die Stirn boten. Die Startsieben der TG Osthofen stellte das Oberliga-Topteam aus der Westpfalz in der ersten Hälfte mit einer beherzten Defensiv-Leistung und taktisch klugen Angriffen vor große Probleme. Die mehr als verdiente 9:7-Führung zur Pause reichte indes nicht für Zählbares auf dem Punktekonto der vom Abstieg bedrohten TGO. Der Favorit legte nach dem Wechsel zu und entführte beim viel zu deutlich ausgefallenen 17:23-Erfolg noch beide Punkte aus der Wonnegauhalle.

Saskia Kleinewächter hält und hält und hält

Wie einst Ikarus in der griechischen Mythologie schwang sich eine von beträchtlicher Moral getragene TGO-Sieben gegen den Favoriten zum Höhenflug auf. „Unsere Abwehr mit den Mittelblockerinnen Michelle Köhler und Constanze Schnaubelt, sowie Torhüterin Saskia Kleinewächter agierten glänzend“, stellte Frank Zimmermann höchst zufrieden fest. Insbesondere die junge Torfrau brachte fast immer einen Fuß oder Arm in die Wurfbahn der Bälle der Werferinnen aus Zweibrücken. Und weil auch im Angriff über Linksaußen Romy Blanz und Rechtsaußen Kristina Graf mächtig Dampf gemacht wurde, stand kurz vor der Pause ein 9:6-Vorsprung für das Heimteam zu Buche. Und hätte Osthofen in der einzigen Überzahl kurz vor dem Wechsel noch ein Tor draufgelegt, statt den unnötigen 9:7-Anschluss zu kassieren, wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre.

Zeitstrafen machen letztlich den Unterschied

Apropos Überzahl beziehungsweise Unterzahl: Die Gastgeberinnen mussten gleich fünf Zwei-Minuten-Strafen wegstecken. „Das war sicher auch ausschlaggebend dafür, dass unsere Konzentration und Kondition mit zunehmender Spielzeit litt“, fand Frank Zimmermann. SV Zweibrücken verteidigte mit einer 3:2:1-Formation aggressiver. Osthofen unterliefen vermehrt Ballverluste. Dennoch: „Bis kurz vor dem Ende der Partie waren wir dran an Zweibrücken“, stellte Frank Zimmermann ob eines knappen 17:20-Rückstandes (58.) fest. Osthofen riskierte in der Schlussphase alles, bekam aber drei Konter eingeschenkt. Ikarus war gelandet, hart, viel zu hart, denn: „Wir hätten uns heute für diese sehr couragierte Leistung einen Zähler verdient gehabt“, resümierte Frank Zimmermann.

Handball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar Frauen:
TG Osthofen – SV Zweibrücken 17:23 (9:7)

TG Osthofen: Haag, Kleinewächter; Alisa Groth, Köhler (1), Schnaubelt (1), Knierim (3), Ripp, Catharina Groth, Susanna Graf, Blanz (4), Kristina Graf (6/4), Hauck (2), Ahl, Rogawski.
Zuschauer: 80

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Geschrieben in Handball, Sport

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