Mi., 27. Januar 2021, 12:29 Uhr
INNENSTADTAUSSCHUSS: Weitere Kindertagesstätte in Modulbauweise soll dringendsten Bedarf abfedern / Ist-Situation weiter unbefriedigend
Statt Prinz-Carl-Anlage jetzt am BIZ
VON STEFFEN HEUMANN | Um einen Zwischenstand zu den Bemühungen, auf dem Gelände der Prinz-Carl-Anlage eine Kita errichten zu wollen, bat Bündnis 90/Die Grünen im Innenstadtausschuss am Dienstagabend. Zur Antwort bekamen die Antragsteller, dass die Planungen für einen 4-gruppige Kindertagesstätte in Modulbauweise in die Wege geleitet wurden. Allerdings nicht in der Prinz-Carl-Anlage, sondern am Bildungszentrum. Die Änderung sei notwendig geworden, nachdem sich die Idee der Realisierung in der Prinz-Carl-Anlage zerschlagen habe, so Sozialdezernent Waldemar Herder. Einer Konzeptstudie folgend, soll das Vorhaben jetzt am BIZ schnellstmöglich umgesetzt werden.
„Kann dadurch der Bedarf gedeckt werden?“, hakte Christian Engelke (Bündnis 90/Die Grünen) nach. Mit Blick auf den Kindertagesstättenbedarfsplan eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Waldemar Herder verwies auf die Differenz zwischen Wunsch und Machbarem. Immerhin rechne er damit, dass der Spatenstich für die Kita am Fischmarkt noch im ersten Halbjahr erfolgen könne. Die neue Einrichtung am BIZ sei eher als „Entlastungskita“ einzustufen.
„Ein großer Schritt in die richtige Richtung“
Uwe Gros (SPD) ergänzte, dass man das Thema von Kita-Plätzen insbesondere im Bereich der Innenstadt generell bei jedem künftigen Bauvorhaben einbeziehen müssen. Waldemar Herder lobte die Arbeit des Innenstadtausschusses, „weil es für solche Anliegen hier keinen Ortsbürgermeister gibt“. Positiv seien seine Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit im Dialog mit Erschließungsträgern für neue Bau- und Wohnprojekte. Da sei die Einsicht gereift, dass das Thema Kita-Plätze von Anfang an in die Planungen einbezogen werde. „Ein großer Schritt in die richtige Richtung“, betonte der Sozialdezernent.
„Die Lösung dieser Problematik sei für die Innenstadt elementar“, fügte Christian Engelke an. Und Astrid Perl-Haag (FWG/Bürgerforum) ergänzte, dass sie aus dem Alltag im Jugendhilfeausschuss zur zu gut wisse, dass den beteiligten Akteuren oft die Hände gebunden seien. Umso wichtiger wäre es daher, weiterhin aktiv am Thema dranzubleiben.