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Mi., 18. Mai 2016, 13:58 Uhr
Raiffeisen Waren-Zentrale investiert 4,3 Millionen Euro in neue Saatgutanlage am Standort Worms / Jahresproduktion sukzessive auf 8.000 Tonnen verdoppeln
Steigende Anforderungen hinsichtlich Qualität, Umwelt- und Anwenderschutz erfüllen
Ralf Gerhard, Geschäftsführer der VTG Rheinhessen-Pfalz (links) und Hagen Crummenauer, Vertriebsleiter der VTG Rheinhessen-Pfalz, an den wasserfesten BigBags, die ab 25 bis 1.000 Kilogramm in der Absackanlage konfektioniert werden. Im Hintergrund das Gebäude mit der neuen Saatgutanlage. Foto: Steffen Heumann
Die hiesige Landwirtschaft ist im Rahmen erfolgreicher Getreideproduktion auf qualitativ hochwertiges Saatgut angewiesen. Aus diesem Grund errichtet die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) im Agrarzentrum Worms derzeit eine hochmoderne Saatgutanlage zur Aufbereitung aller Getreidearten und Grobleguminosen. Die neue Saatgutaufbereitungsanlage hat eine Verarbeitungskapazität von 25 bis 30 t/Stunde und eine Lagerkapazität von über 3.000 Tonnen. Sie wird die 30 Jahre alte Saatgutanlage in Worms ersetzen. Die alte Siloanlage mit 24 Saatgutsilos à 50 Tonnen soll allerdings auch weiterhin genutzt werden. Die bisherige Jahresproduktion von 4.000 Tonnen soll in den nächsten Jahren sukzessive bis auf die doppelte Menge erhöht werden. Der Neubau umfasst eine Annahmegosse mit einer Leistung von 80 t/Stunde, einen Block mit Silozellen, ein Maschinenhaus mit Schaltwarte und eine Lagerhalle, in der die Sackverpackungs- und Palettiermaschine sowie die BigBag-Absackung für wasserfeste One-Loop-BigBags aufgestellt werden. Nach Baubeginn im Juli 2015 wird das neue RWZ-Saatgutzentrum Worms bereits Anfang Juli 2016 die Produktion aufnehmen.
Während im Norden und Osten Deutschlands in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche Saatgutanlagen neu- oder ausgebaut wurden, hat es im Süden keine vergleichbare Entwicklung gegeben. Die RWZ-Saatgutanlage Worms ist damit der erste Neubau einer Saatgutanlage im Sü-den Deutschlands, d.h. Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz, seit zehn Jahren. Die Anlage liegt strategisch günstig in einer sehr frühreifen Region mit bester Verkehrsanbindung. Worms ist neben Meckenheim (Nordrhein-Westfalen) und Gera (Thüringen) eines der Kernstücke der RWZ-Saatgetreideproduktion. Diese Saatgetreideaktivitäten der RWZ reichen von der Prüfung vielversprechenden Sortenmaterials auf regionalen Standorten über die Organisation und Betreuung der Saatgetreidevermehrungen sowie die Aufbereitung der vermehrten Saatgetreidemengen zu Qualitätssaatgut bis hin zum anschließenden Vertrieb. Die umfassende Betreuung des regionalen Konsumgetreideanbaus erfolgt schließlich über die Agrarzentren der RWZ vor Ort bzw. über die RWZ-Tochterunternehmen.
Das neue Saatgutzentrum Worms gewährleistet, dass die zukünftig steigenden Anforderungen an modernes Getreidesaatgut hinsichtlich Qualität, Umwelt- und Anwenderschutz erfüllt werden können. Durch die deutlich höhere Schlagkraft in der Produktion, verbunden mit der leistungsstarken RWZ-Logistik, wird auch in Zukunft sichergestellt, dass den Landwirten pünktlich zur Aussaat das gewünschte Saatgut in bester Qualität zur Verfügung steht.
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In den Standort Worms wurden in den vergangenen 3 Jahren rund 10 Millionen Euro investiert, davon rund 4,5 Millionen in das neue Saatgutzentrum. Foto: Steffen Heumann