Mi., 23. Januar 2019, 13:00 Uhr
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Worms lud Vertreter der Immobilienwirtschaft zum Fachgespräch ein / Ladenmieten geben nach
Steigende Immobilienpreise in Worms
Bei den Fachgesprächen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft wurde der
IVD-Immobilienpreisspiegel Worms als Teil des landesweit herausgegebenen Preisspiegels des Immobilienverbands Deutschland beraten und beschlossen. Als Ergebnis der Beratungen wurden die Kauf- und Mietpreise im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich nach oben angepasst.
Der Einladung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft folgten Vertreter der örtlichen und regionalen Immobilienwirtschaft, um die aktuelle Marktentwicklung zu diskutieren und abzubilden. Die Sitzung wurde durch den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Bernd Täffner geleitet. „Das Zusammentragen von Expertenwissen aus Worms hilft, eine realistische Einschätzung von Kaufpreisen und Mieten geben zu können“, so Holger Denschlag von Immobilien Denschlag.
Die Erkenntnisse wurden von Täffner in einer Datensammlung mit 160 aktuellen und insgesamt 674 Einzelinformationen über dem Wormser Immobilienmarkt zusammengefasst. Die Gesamtdaten werden in Juni in Mainz im Rahmen der Vorstellung des Immobilienpreisspiegels des IVD West für Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Einige wichtige Erkenntnisse können aber vorab festgehalten werden. So waren die Kauf- und Mietpreise im Vergleich zum Vorjahr deutlich anzuheben. „Aus der Diskussion ergaben sich teils divergierende Einschätzungen des regionalen Immobilienmarkts. Dennoch konnten wir - unter Verzicht auf Extremwerte – gemeinsame Tendenzen herausarbeiten“, so Täffner.
Im Bereich der freistehenden Einfamilienhäuser werden bei einem mittleren Wohnwert und einer Wohnfläche von 120 Quadratmeter zirka 1.150 Euro nettokalt inklusive Garage und Grundstück als Neuvertragsmieten vereinbart. Bei Reihenhäusern mit 100 Quadratmeter Wohnfläche und mit mittlerem Wohnwert sind dies 870 Euro nettokalt inklusive Garage und Grundstück. Die Kaufpreise für solche Reihenhäuser werden mit einem aktuellen Durchschnittspreis von 260.000 Euro ausgewiesen, was ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Es sind weitere Preissteigerungen zu erwarten. Die Experten erklären dies u.a. mit einem deutlich gestiegenen Zuzug aus der Rhein-Main-Region nach Worms.
Verhältnismäßig konstant bleiben die Preise bei den Büromieten. Bei mittlerem Nutzungswert liegen sie bei ca. 6,50 Euro pro Quadratmeter, bei gutem Nutzungswert um 7,50 Euro pro Quadratmeter. Bei den Flächen für Produktion und Gewerbe wurde über Preise von 2,50 Euro pro Quadratmeter bis 5,50 Euro pro Quadratmeter nettokalt und bei Freiflächen je nach Befestigung zwischen 0,50 Euro pro Quadratmeter bis 2 Euro pro Quadratmeter berichtet.
Seit längerem im Abwärtstrend befinden sich die Mieten von Ladengeschäften. Wurden bei Läden in Geschäftskern und 1A-Lage ab 100 Quadratmeter im Jahre 2013 noch 27 Euro pro Quadratmeter begutachtet, waren es aktuell nur noch 15 Euro pro Quadratmeter. Im Bereich von Nebenkernlagen ist der Rückgang weniger stark.
Die Marktübersicht wurde um die Preise von fünf unterschiedlichen Typen von KFZ-Plätzen ergänzt. Ein offener Stellplatz im Freien schlägt beispielsweise beim Ankauf mit 6.000 Euro zu Buche, eine Garage mit durchschnittlich 17.000 Euro. Bei den Mieten wurden entsprechend 35 Euro bzw. 75 Euro als üblich angesetzt.
Der Vorjahres-Preisspiegel kann kostenlos unter
www.btaeffner.de heruntergeladen werden. Der komplette Preisspiegel des IVD West wird ab Juni 2019 herunterzuladen sein. Die nächste und 14. Sitzung ist für November 2019 geplant. An Mitwirkung interessierte Experten sind herzlich eingeladen und wenden sich bitte an Frau Neumann unter
miriam.neumann@worms.de.