Mo., 13. Mai 2019, 10:22 Uhr
Die Freie Liste Pfeddersheim: Stellungnahme zum „Runden Tisch Kita Containeranlage“
Stellungnahme zum Thema Kita Containeranlage
Man sei es mittlerweile leid immer wieder denselben Appell an die Verwaltung samt Pfeddersheimer Ortsvorsteher zu richten, so die FLP, die fordert, den Ortsbeirat bei bedeutenden Themen einzubinden.
Die Kritik der Freien Liste Pfeddersheim begänne schon bei der Einladung zum „Runden Tisch“ zum Thema Kita Containeranlage an der Grundschule. „Warum wurde der Sportverein TSG Pfeddersheim von 1886 e.V., der hier berechtigte Interessen hat, nicht eingeladen? Warum wurde die Presse für eine objektive Berichterstattung nicht eingeladen? Warum wurden die gewählten Vertreter des Ortsbeirates nicht zur Veranstaltung geladen?", fragt sich der zweite Vorsitzende Michael Antz.
Es grenze schon an Zensur, wenn die Verwaltung ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit betreibt, so Antz. Der Verlauf dieser dann doch öffentlichen Informationsveranstaltung sei sofort von den Fakten geprägt gewesen. Es sei auf die Beschlusslage des Stadtrates verwiesen worden, dass die Stadtverwaltung beauftragt sei, die bekannte Kita Containeranlage auf der Schulwiese umzusetzen. Infolgedessen sei auch keine Diskussion entstanden, z.B. ob es auch alternative Standorte gegeben hätte.
Von Seiten der Verwaltung sei die Planung erläutert worden, auf eine Entsiegelung des Schulhofs und auf eine irgendwann entstehende Laufbahn mit Sprunggrube wurde hingewiesen.
Keine ergebnisoffene Diskussion
Für die Beteiligten, die hier eine ergebnisoffene Diskussion erwartet hätten, sei das alles enttäuschend gewesen. Bis wann die Schüler und auch der Sportverein TSG Pfeddersheim mit der Laufbahn rechnen können, sei unerwähnt geblieben. Aus Sicht der FLP war die ganze Veranstaltung „Augenwischerei”. Auch frustriere die Klarstellung des Baudezernenten Uwe Franz, dass die Verantwortung zur Lösung dieser Situation bei der Verwaltung liege. Die veröffentlichte Pressemitteilung im NK von Baudezernenten Uwe Franz mit dem Zitat: „Alle Bedenken sind ausgeräumt…“ könne nicht nachvollzogen werden, da beim „Runden Tisch“ keinerlei Diskussion zugelassen worden sei.
Hier stelle sich die FLP die Frage: „Wer trägt die Verantwortung für die 2 Millionen Euro verbratenes Steuergeld oder die vernachlässigte Kindergartenplanung?“ Es sei an der Zeit für den bereits vielfach kritisierten Baudezernenten die Konsequenzen zu ziehen.
Pfeddersheim bräuchte dringlichst Platz für Kinderkrippen, Kindergarten und die Grundschule, jedoch keine Provisorien in Form von Containern. Egal ob Neubau, Sanierung oder Umbau – die FLP fordert ein umfassendes Konzept für die Kindergarten- und Schulentwicklung in Pfeddersheim und dessen zeitnahe Umsetzung.