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  • So., 28. April 2024, 12:42 Uhr
    Backfischfest: Die Fischerwääd und ihre Backfischbräute mit der aktuellen Vera Meurer als Aushängeschilder der Stadt Worms

    Stephanie Lohr ruft Backfischfest zur 6. Jahreszeit aus

    Vera Meurer (3. von links) wurde am Samstag als neue Backfischbraut vorgestellt: Foto: Rudolf Uhrig


    Von Rudolf Uhrig › Da rief doch tatsächlich ein Fischerwääder nach der Rede von Vera Meurer in die Runde: „Markus kann sich diesmal warm anziehen…!“ Freilich war dies als ganz großes Kompliment an die künftige Backfischbraut, Vera Meurer, gedacht. Denn ihre Ansprache zur Vorstellung hielt sie frei und selbstbewusst.

    Aber hört man ihre Vita, so ist das selbstredend: Eine Oma heißt Elvira Bickel, eine politisch engagierte Wormserin. Ein Opa Wolfgang Meurer, der verstorbene Optikermeister, ist noch heute für sein Engagement im Stadtmarketing und im Lions Club bekannt und unvergessen. Sie ist 27 Jahre alt und hat nach ihrem Fachabitur vor acht Jahren eine Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit bei der Stadt Worms absolviert. Es folgte nach einer Vollzeittätigkeit bei der Tourist-Info ein duales Studium im Bereich Tourismusmanagement.

    Auch ehrenamtliches Engagement
    Obendrein ist sie im Bereich Social Media, Presse, Marketing und Homepagepflege selbstständig und mit großer Leidenschaft für den Verein Trappenberg tätig. Sie ist im Ehrenamt als Tiergartenbotschafterin unterwegs und treibt Sport, insbesondere CrossFit, eine Form des Trainings, das sowohl Kraft als auch Ausdauer erfordert. Die gebürtige Würselerin (… war da nicht mal ein ehem. Bürgermeister auf Kanzlerpfaden unterwegs…!?) hat einen Freund, einen Hund namens Ella und liebt Worms über alles!

    Insofern nicht nur eine hübsche junge Dame an der Seite von Markus Trapp, der seinen Bojemääsch-terjob schon seit 16 Jahren ausübt, darüber eben nun auch noch einen Profi in Sachen Marketing an seiner Seite hat! Eine perfekte Konstellation.

    Aber nicht minder herzlich sogar rührend wurde die scheidende Amtsinhaberin, Hanna Reuther, die über ihre Amtszeit doch die eine oder andere Träne verdrückt, verabschiedet. Alle Redner, u.a. René Bauer, der Hanna ein „dickes Blöckchen“ an Freifahrtscheinen für die Backfischfest-Fahrgeschäfte überreicht, waren gerührt von ihrer Hingabe und Leidenschaft, mit der sie in den zurückliegenden 13 Monaten ihr Amt ausübte.

    Gute Auswahl an Bräuten gelobt
    Bürgermeisterin Stephanie Lohr konstatierte sogar eine „Schockverliebtheit“ bei ihrem Amtsantritt. Und jene kreiert spontan – vielleicht auch kraft Amtes - für und in Worms eine 6. Jahreszeit. Nach Fastnacht, so sagt sie, „sorgt eben das Backfischfest für einen Ausnahmezustand in Worms.“ Und sie zollt den Fischerwäädern Respekt: „Also wenn den Fischerwäädern etwas gelingt, dann ist es kluge und intelligente Frauen auszuwählen die Backfischbräute werden sollen. Ihr seit Aushängeschilder für die Stadt Worms, wir sind froh und stolz, dass wir euch haben… „ so ihr Statement.

    Die Goldschmiedemeisterin Annette Kienast-Kistner, seit Jahren den Fischerwäädern verbunden, spendiert Eigenkreationen von Geschmeide an Hanna wie auch an Vera und trägt A-capella ein lustiges Lied, eine Eigenkomposition vor, wobei die Überraschung dann noch zusätzlich zur Halskette in spendierten Ohrringen mündet.

    Seit 16 statt 2 Jahren im Amt
    Derweil gehören natürlich Begrüßung, Schlussworte und einige dezidierte Anmerkungen dem Boje-määschter vun den Fischerwääd, Markus Trapp. „Ich wollte das Amt eigentlich nur zwei Jahre ausüben, jetzt sind es 16! Es macht großen Spaß‚ mit diesem verrückten Haufen und jedes Jahr eine neue Braut an meiner Seite, und ich muss nichts bezahlen… also‘… O-Ton, Markus Trapp, der Meister der Bonmots. Gerd Cleres, Winzer aus Abenheim und ebenfalls Backfischfan, überraschte nicht nur mit Weinpräsenten, sondern überraschte auch mit Fragen in der Kategorie „Wer weiß denn so was…!“ Ex-Ob und alle mussten passen. Vielleicht sollte man doch mal mit ihm eine Ausfahrt in die heimischen Weinlagen buchen…!

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