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  • Mi., 05. Juli 2017, 16:35 Uhr
    Grünflächenabteilung beklagt Schäden durch Hunde-Urin / Rücksicht auf Umwelt nehmen

    Steter Tropfen macht Grünes „sauer“

    Trotz Hinweisschild lassen Herrchen und Frauchen ihren Vierbeinern freien Lauf: Am Lutherplatz sind die Buchskugeln durch Hunde-Urin stark geschädigt.


    Wenn der Vierbeiner sein Beinchen hebt und seinem Bedürfnis nachkommt, verkraftet das die Vegetation bei einmaligem „Bewässern“ noch relativ unbeschadet. Doch haben Hunde die Gewohnheit, gerade dort nochmals hinzupinkeln, wo sich ihre Artgenossen schon zuvor entleert haben. Spätestens dann lässt auch die widerstandsfähigste Pflanze die Blätter hängen und gerät mächtig ins Straucheln. Zum Leidwesen der städtischen Grünflächenabteilung und der vor Ort tätigen Gärtner. „Das muss doch wirklich nicht sein, dass die Hundehalter ihre Vierbeiner in unseren liebevoll gepflegten Grünanlagen in der Stadt unbekümmert an jeden Strauch oder Baum pinkeln lassen“, ärgert sich Dieter Rauh von der Grünflächenabteilung. Und dies, obwohl man Hinweisschilder angebracht habe, um die Hundehalter für diese wie auch für die Hundekotproblematik zu sensibilisieren.

    Rücksicht auf Umwelt nehmen

    Aktuell Sorgen bereiten den Grünpflegern die besonders repräsentativen Anlagen am Lutherplatz und Lutherring. Dort wurden binnen kurzer Zeit hochwertige Buchskugeln von Hunde-Urin zerstört. „Das liegt an der darin enthaltenen aggressiven Harnsäure, die die Zellen der Pflanzen angreift und verätzt. Alles, was damit dauerhaft in Berührung kommt, wird mürbe. Gräser und Büsche sterben ab und sogar Bäume können eingehen“, weiß Dieter Rauh. Doch nicht nur Pflanzen werden geschädigt, auch Papierkörbe rosten durch die „Säureattacken“ sehr schnell durch. Hinzu kommt das Hygieneproblem. „Unsere Grünanlagen sind bewusst so angelegt, dass sie von den Bürgerinnen und Bürgern zur Erholung genutzt werden können. Aber wer legt oder setzt sich schon gerne auf einen Rasen, der mit Hundehaufen belegt ist oder auf dem sich durch Hunde-Urin braune Flecken gebildet haben?!“, appelliert Dieter Rauh an die Hundehalter, Rücksicht zu nehmen auf Umwelt, Mitbürger und die Gärtner, die immer wieder Schadensbehebung zu Lasten des Steuerzahlers betreiben müssen, um ein attraktives blühendes Worms zu erhalten.

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