Klinikum Worms: Weltstillwoche 2021 vom 4. bis 10. Oktober mit individuellen Patientenschulungen rund ums Tragen, Stillen und Eltern-Kind-Bindung
„Stillen. Unser gemeinsamer Weg.“
Stillberaterin Renata Schlicher im Beratungsgespräch mit einer Patientin. Foto: Klinikum Worms/Nowicki
Die diesjährige Weltstillwoche legt mit dem Motto „Stillen. Unser gemeinsamer Weg.“ den Fokus auf das Miteinander beim Stillen. Ein inniger Beginn macht oft den Unterschied. Immer mehr Kliniken haben ihre Arbeitsweise erfolgreich auf Bindung, Familienfreundlichkeit und Stillberatung ausgelegt. So sind gerade die babyfreundlichen Geburts-, Kinder- und Perinatalkliniken wichtige Partner für Mütter, Väter und Familien, wenn es um einen gelungenen Start ins Leben geht.
Das Klinikum Worms arbeitet erfolgreich nach den zehn vorgegebenen Schritten von WHO und UNICEF und ist offiziell als babyfreundlich zertifiziert. „Unsere Abläufe sind zugewandt und erprobt. Das Personal unserer Klinik ist speziell geschult und kann Eltern behutsam und fachkundig unterstützen“, so Chefarzt Prof. Dr. Thomas Hitschold, der nicht nur Leiter der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, sondern auch Ärztlicher Direktor des Klinikums ist. „Die vielen glücklichen Rückmeldungen der Familien babyfreundlich geborener Kinder bestätigen unsere Arbeit Jahr für Jahr“.
Gemeinsam geht es besser: Im Klinikum Worms ist man auch 2021 in der Weltstillwoche aktiv – aufgrund der aktuellen Pandemiesituation jedoch abermals in einem besonderen Format. Die Expertinnen des Klinikums bieten den frisch gewordenen oder noch werdenden Eltern im Rahmen der Weltstillwoche individuelle Schulungen rund um die Themen Tragen, Bindung und Stillen an: Am 6. Oktober besuchen die Trageberaterin Caroline Weber und die Stillbeauftragte Renata Schlicher ab zehn Uhr die Patientinnen auf der Wöchnerinnenstation in ihrem Zimmer und stellen eine Tragehilfe vor, die für Neugeborene geeignet ist. Die Bindeweise wird an einer Puppe gezeigt, aber auch Fragen zu anderen Tragehilfen, die Eltern-Kind-Bindung oder das Stillen werden gerne beantwortet.
Eltern sensibilisieren
„Es ist uns sehr wichtig, die Eltern für die Bedeutung von Bindung und Stillen auf die Entwicklung ihres Kindes zu sensibilisieren“, erklärt Renata Schlicher, die als Laktationsberaterin IBCLC im Klinikum arbeitet. „Der Moment des Bondings nach der Geburt ist ein Schlüsselmoment und die Bindungserfahrungen, die sich anschließen, sind prägend für die Entwicklung eines Kindes.“
Viele junge Eltern werden mit der Aussage verunsichert, sie würden ihr Kind durch das Tragen verwöhnen. Doch bedeutet für Babys das Tragen: Bewegung, Sicherheit und Entwicklung der Sinneswahrnehmung und Motorik.
„Es senkt die durchschnittliche Zeit des Weinens eines Säuglings und entlastet Mütter und Väter“, so die Stillexpertin. „Wir wollen Eltern bestärken, auf die Signale ihrer Babys zu achten und diese zu verstehen. Schon in der Schwangerschaft erleben Babys Sicherheit über Begrenzung, Bewegung, Geräusche und Körperkontakt. Dieses Urvertrauen wird nach der Geburt unter anderem durch das Tragen wieder aufgenommen.“