
Nahezu ein Dutzend schöne Melodien, klassische Stücke und bekannte Adventslieder trug die Blaskapelle Abenheim bei ihren beiden Adventskonzerten in der evangelischen Kirche in Westhofen und der katholischen Kirche Abenheim am 25. und 27. November vor. Besinnlich und ruhig klang es; denn gerade jetzt zur vorweihnachtlichen Zeit, kommt es doch oftmals zu Hektik und Gerenne. So konnten sich die Zuschauer für kurze Zeit in eine schöne, geruhsame Adventsatmosphäre versetzen lassen.
Zur Eröffnung hört das Publikum gleich ein großartiges, sehr emotionales und wirkungsvolles Stück mit dem Titel „The Glory of Love“, das von Johann de Meij ganz wunderbar für Blasorchester arrangiert wurde. Nach der anschließenden Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Andreas Merkelbach führte sein Bruder Matthias Merkelbach durch das Programm. Anlässlich des Festjahres „200 Jahre Rheinhessen“ moderiert er das Programm mit viel Knowhow und witzigen Anekdoten in diesem Jahr in seiner „Muttersprache Rhoihessisch“.
Nach der Eröffnung geht es gleich weiter mit dem „Concerto d´Amore“ aus der Feder von Jacob de Haan vereinigt das Stück drei unterschiedliche Stile: Barock, Pop und Jazz, welches von der Blaskapelle hervorragend umgesetzt wurde. Mit einer schönen, einfühlsamen Melodie „Ein Stern geht auf“ erzählt der Komponist Franz Watz von dem Königsstern, dem Stern von Bethlehem, dem Weihnachtsstern, dem Himmelsphänomen, das keiner so recht erklären kann. Das nächste Stück „Amen“ übersetzt heißt das „Ja, so ist es!“ ist ein feierliches Werk von Pavel Stanek, das die Zuhörer auch über den letzten Schlussakkord hinaus, noch in feierliche Adventsstimmung versetzen konnte.
“A Discovery Fantasy” ein fünfsätziges Werk und sicherlich eines der schönsten Stücke für Blasorchester konnte die Gäste in beiden Kirchen begeistern. In dessen Intermezzoteil spielt Toni Gander auf seinem Saxofon eine wunderschöne Melodie, welche anschließend von dem tiefen Klarinettenregister fortgesetzt wird. Mit zwei Glockenschlägen von Rene Müller beim Stück „Erinnerungen“ wird ein wunderschönes Solo von Florian Zitzelsberger auf dem Tenorhorn und Stefan Weinmann am Euphonium eingeleitet, an das man sich noch lange erinnern wird.
Mit “Leningrad” dem Welthit von Billy Joel bezaubert das Orchester die Zuhörer mit der bekannten und sehr schönen Melodie des Stückes. Mit einem wunderschönen Arrangement für Symphonisches Blasorchester von dem belgischen Komponisten Jan Van der Roost, dem „Canterbury Choral“ ging es weiter. Wobei Christina Weiler an der Oboe und erneut Toni Gander auf dem Saxofon zeigen konnte, wie schön die Klangfarbenpalette der Blaskapelle hier zur Geltung kommen konnte.
Das nächste Stück „Ich steh an Deiner Krippen her“ ist ein bekanntes evangelisches und ökumenisches Weihnachtslied von Johann Sebastian Bach und erschien auch in seinem Weihnachtsoratorium von 1734. Die Blaskapelle begeistert hier bei dem Stück mit einer Neubearbeitung von Jacob de Haan. Zum Abschluss rockt die Blaskapelle die Kirchenräume mit den weihnachtlichen Weisen Mary´s Boy Child, Last Christmas, Rockin`around the Christmas Tree und We wish you a merry Christmas aus dem Medley “A Christmas Rockfestival”.
Musik, Gesang, eine einzigartige Akustik und das unvergleichlich schöne Ambiente in beiden Kirchen sorgte für Begeisterung und dafür spendeten die Zuhörer stehend lang anhaltenden Applaus. Die Musiker verabschiedeten sich mit der Zugabe „Macht hoch die Tür“ bei der das Publikum kräftig mitsang.
Die nächste Gelegenheit das Orchester zu hören, findet am Sonntag, dem 4. Dezember im Abenheimer Museumshof statt. Denn an diesem Tag wird das Adventsfenster des Vereins um 18 Uhr geöffnet und dies werden die Musiker mit dem traditionellen Turmblasen auf dem Turm der katholischen Kirche untermalen. Jeder, der schöne Weihnachtsmusik hören, mitsingen und dabei noch etwas Gutes für unsere Jugend tun möchte, ist herzlich dazu eingeladen.
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