ERNEUERUNG: Erster Teilabschnitt vor der EWR-Arena ist abgeschlossen / Durchgehende Breite von zwei Metern
Stolperfallen auf dem Gehweg in der Alzeyer Straße entfernt
Von links: Daniel Fuhrmann und Harald Germann aus dem Baubereich sowie Baudezernent Uwe Franz begutachten das Resultat der Gehwegeerneuerung vor dem Stadion. Im Bereich der Bäume musste eine wassergebundene Decke aufgebracht werden.
Die Erneuerung des ersten Teilabschnitts des Gehweges in der Alzeyer Straße vor der EWR-Arena ist abgeschlossen. Die Ausbaulänge betrug ca. 310 Meter (zwischen Droste-Hülshoff Straße und Schwimmbad), rund 900 m² neuer Pflasterbelag wurden verlegt und rund 400 m² neue Grünflächen angelegt. Die Arbeiten waren notwendig, weil der alte Belag teilweise große Schäden aufwies; dieser wurde mitsamt dem Unterbau entfernt. Eine parallel koordinierte EWR-Maßnahme konnte zum Anlass genommen werden, um den Ausbaubereich auf einem Teilstück gemeinsam zu erneuern.
Kompromiss zwischen dem Regelwerk und örtlichen Gegebenheiten
„Der alte Plattenbelag war insbesondere durch Wurzeleinwuchs massiv geschädigt und stellte somit ein Verkehrssicherheitsrisiko dar“, erläutert Baudezernent Uwe Franz. Und eben deshalb mussten nun auch die beiden Bereiche, in denen die Bäume sehr nah am Gehweg stehen, mit einer wassergebundener Decke befestigt werden. „Das Wurzelwerk der Bäume hätte die Pflastersteine ansonsten schnell wieder nach oben gedrückt und den Boden uneben gemacht“, so der Baudezernent. Bei Bauarbeiten im Bestand sei es immer notwendig, einen Kompromiss zwischen dem Regelwerk und den örtlichen Gegebenheiten zu finden. Durch die Bäume und deren Wurzeln sei eine Einschränkung der Gehwegbreite gegenüber dem Bestand unumgänglich. Mit der wassergebundener Decke hat die Stadt eine Lösung gefunden, die es ermöglicht, den Gehweg möglichst barrierefrei und ohne Stolperfallen zu gestalten, denn die Deckschicht lässt sich auch mit Kinderwagen und Rollstühlen befahren. Ähnliche Situationen gibt es bereits an anderen Stellen im Stadtgebiet, etwa in der Römerstraße.
Durchgehende Breite von zwei Metern
Der neu gestaltete Gehweg vor dem Stadion weist eine durchgehende Breite von zwei Metern auf, lediglich im Bereich der Laternenmasten reduziert sich das Maß auf die Mindestbreite von 1,25 Metern. Versetzen ließen sich die Masten nicht, weil dafür ein massiver Eingriff sowohl in den Wurzelbereich als auch in den Kronenbereich der Bäume notwendig gewesen wäre, was die Standsicherheit und das Wachstum der Bäume gefährdet hätte. Ähnliches gilt auch für die Breite des Gehwegs: Um eine Breite von 2,50 Metern zu erreichen, hätten sämtliche Bäume gefällt werden müssen. Eine Mindest-Gehwegbreite von 2,50 Metern gelte im Übrigen auch nur für Straßenausbau- oder -neubaummaßnahmen, erläutert der Baudezernent. Alternativ steht auf der gegenüberliegenden Seite ein komplett asphaltierter, kombinierter Geh- und Fahrradweg zur Verfügung. Die neuen Grünflächen werden im Frühjahr passend zum Bestand angelegt. Im Zuge der Arbeiten wurde außerdem die Zufahrt zum Schwimmbadparkplatz umgelegt, wodurch die Ausfahrt in Verbindung mit der Fußgängerampel entzerrt und zusätzlich die direkte Anfahrbarkeit für die Feuerwehr verbessert werden konnte.