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Di., 25. Juni 2013, 22:25 Uhr
Bei der 1: 3-Niederlage gegen den SV Wehen-Wiesbaden führte sich der Neuzugang mit einem Tor und der Kapitänsbinde schon einmal hoffnungsvoll ein / Am Donnerstag um 19 Uhr nächster Test gegen den SV Elversberg beim SV Horchheim
Sträßer = Mittelfeldspieler mit Führungsqualitäten?
VON KLAUS DIEHL Es ist wohl anzunehmen, dass die Elf gegen den SV Wehen in dieser Zusammensetzung wohl nicht mehr spielen wird. Bis auf Marco di Maria setzte Trainer Stefan Emmerling die Neulinge Rainer Adolf im Tor, Raschid El Hammouchi, Markus Hofmeier, Markus Müller und Kevin Wölk vom Anpfiff weg ein. Dazu liefen als Gastspieler Christian Beisel, (SV Darmstadt 98) Erdal Celik (FC Homburg) mit auf. Die beiden aus den eigenen Reihen stammendem Damian Kaminski und Björn Weisenborn kamen im Verlauf der zweiten 45 Minuten auch auf den Platz.
Ebenso die weiteren Gastspieler wie Torhüter Lucas Menz, der zuletzt in England zwischen den Pfosten stand, sowie Stürmer Salvatore Bari vom Regionalligaabsteiger FC Eschborn. Vom letztjährigen Stamm standen nur Marco Steil, Benjamin Himmel, Alper Akcam und nach der Pause Sandro Rösner auf dem Platz. Inwieweit Trainer Stefan Emmerling in Abstimmung mit der sportlichen Leitung um Marcel Geppert – besonders was die Gastspieler betrifft – positive oder negative Schlüsse daraus ziehen konnte, wird abzuwarten sein. Von den Neuen stand der am 5. Juli 33 Jahre alt werdende Carsten Sträßer besonders unter Beobachtung. Trainer Stefan Emmerling hatte ihm zu diesem Spiel die Kapitänsbinde übertragen, was aber nur für diese 90 Minuten gelten soll. Dennoch ein deutliches Zeichen, dass dieser letzte Neuzugang eine Führungsrolle im zentralen Mittelfeld übernehmen soll. Der erste Eindruck scheint dies auch bestätigen zu können.
Die ganze Art und Weise wie Carsten Sträßer auftrat, gibt Hoffnung, dass Trainer und sportliche Leitung wohl den gewünschten Führungsspieler gefunden haben könnten. Zumal der geborene Berliner, mit Stationen bei den Nordregionalligisten Hertha BSC Berlin II und Rot-Weiß Erfurt, dem Zweit-Bundesligisten SSV Jahn Regensburg und jeweils drei Jahre bei der Spvgg. Unterhaching, FC Carl-Zeiss Jena und beim Nord-Regionalligisten Chemnitzer FC, auch noch für das Führungstor der Wormaten in der 18. Minute sorgte.
Ein sehenswerter Treffer aus gut 22 Metern Entfernung, der auch die ganze Routine des Spielers aufzeigte. Dieses erste Spiel und zudem in dieser Aufstellung, gerade nach einer Woche Training, kann noch kein Maßstab sein kann, wenn auch die ersten 45 Minuten recht ansehnlich waren. Der Ex-Frankfurter Kevin Wölk vom Bornheimer Hang, soll die Position direkt hinter den Sturmspitzen einnehmen. Auch er hätte fast ein Tor erzielt, doch sein super getretener Freistoß, direkt vor der Strafraumgrenze aus, konnte Gästekeeper Michael Gurski (29.) mit dem Glück des Tüchtigen abwehren. Ebenfalls vom FSV Frankfurt kommt Markus Hofmeier, der mehr für das rechte Mittelfeld und Außenbahn vorgesehen ist. Auch Rainer Adolf vom SV Waldhof, die neue Nummer eins im Wormatia-Tor, durfte seine Klasse bei einem Kopfball aus nächster Nähe beweisen. Mit seiner Erfahrung dürfte auch der 31 Jahre alte Raschid El Hammouchi eine vielseitige Verstärkung im Defensivbereich sein. Es war zu erwarten, dass die Wormaten in den zweiten 45 Minuten, gegen einen schon länger im Training befindlichen Drittligisten nicht mehr voll dagegen halten konnten und am Ende noch mit 1:3 auch unterlagen.
Nachfolger von Romas Dressler
Markus Müller, vom Drittligaabsteiger SV Babelsberg gekommen, soll die Nachfolge von Romas Dressler antreten, Doch Markus Müller ist ein ganz anderer Typ und sollte seine ureigenen Stärken positiv einbringen und nicht unnötig unter Druck setzen lassen.
Foto: madi
Bei Lucas Oppermann geht es vorerst einmal darum, wieder die volle körperliche Fitness zu erlangen. Der Spieler war lange verletzt und plagt sich seit Rückrundenbeginn mit gravierenden Leistenbeschwerden herum. Als einziger Spieler aus dem alten Kader steht die Zukunft von Daniele Toch noch offen.
Gegen Wehen-Wiesbaden spielten: Rainer Adolf (66. Lucas Menz im Tor), Raschid El Hammouchi (66. Björn Weisenborn), Marco Steil (62. Sandro Rösner) , Christian Beisel, Benjamin Himmel, Carsten Sträßer, Erdal Celik, Markus Hofmeier, Kevin Wölk (66. Damian Kaminski), Alper Akcam (66. Salvatore Bari) und Markus Müller.