Bobenheim-Roxheim will in den nächsten 10 Jahren 17 Straßen sanieren / Anlieger nicht zu sehr strapazieren
Straßenausbau jetzt mit Struktur
Auch die sehr sanierungsbedürftige Theodor-Heuss-Straße gehört zum Maßnahmenpaket.
In den kommenden zehn Jahren sollen in Bobenheim-Roxheim 17 Straßen saniert werden. Das von der Verwaltung vorgeschlagene Maßnahmenpaket passierte den Gemeinderat mit Lob und breiter Mehrheit.
Der in der Altrheingemeinde für den Tiefbau zuständige Beigeordnete Stefan Butsch (SPD) und sein Team haben es sich nicht leicht gemacht. Zusammen mit Bauamtsleiter Sebastian Schreider und Tiefbautechniker Lukasz Chutsch wurde in monatelanger akribischer Kleinarbeit eine Erhebung über den Zustand sämtlicher knapp 150 Gemeindestraßen angestellt. Dabei bediente man sich modernster Technik, dem Messsystem Argus.
„Wir haben die Straßen dabei in vier Stufen: „sehr gut“, „gut“, „schlecht“, „sehr schlecht“ unterteilt und hier für 17 Straßen – und mittelbaren Handlungsbedarf festgestellt“, so Butsch. In den vergangenen Jahren sei ein gewisser Investitionsstau entstanden, dem jetzt Struktur gegeben wird, resümierte der Beigeordnete weiter.
Landkreis engagiert sich
Um die Bürger über die Wiederkehrenden Beiträge (WKB) finanziell nicht über Gebühr zu strapazieren, werden die Erneuerungen über zehn Jahre gestreckt erfolgen. Los geht es in diesem Jahr mit der Georgenstraße. Zusammen mit dem Landkreis wird in 2016 endlich auch die Theodor-Heuss-Straße eine Kreisstraße, angegangen. Die Bauzeit wird sich wegen deren Länge allerdings über ein Jahr erstrecken und erst 2017 beendet werden. Auf der Liste stehen unter anderem auch die Kleinniedesheimer- , Albert-Einstein- und Carl-Spitzweg-Straße.
Die Bauverwaltung erntete im Gemeinderat Lob für ihre Arbeit. Einvernehmen bestand darin, „dass die aufgezeigte Liste kein Dogma ist“, so die FWG-Fraktionssprecherin Simone Lobocki. Ergibt sich an einer anderen Straße zwischenzeitlich ein akuter, vorher nicht absehbarer, zum Beispiel witterungsbedingter Ausbesserungsbedarf, „wird diese natürlich vorgezogen“, sagte Butsch zu.
Bürgermeister Michael Müllers (SPD) vor einiger Zeit im Gemeinderat geäußerte Kritik, er habe von den früher in der Gemeinde Verantwortlichen einen Investitionsstau an Straßen und Gebäuden geerbt, mit dem in den vergangenen Jahren mancher Haushalt als ausgeglichen dargestellt werden konnte, fand in der jüngsten Gemeinderatssitzung überraschend indirekte Bestätigung von dem ehemaligen Beigeordneten Jürgen Martin (CDU), der Butschs Argumentation unterstrich: „Wir haben früher nur das notdürftigste gemacht, weil wir die Bürgerinnen und Bürger mit den damals geltenden Ausbaubeiträgen nicht belasten wollten.“