Die letzte gemeinsame Aktion der Streitschlichter: Selina, Niklas, Isabella, Nick, Fr.Uzun, Anica, Fr.Pütz, Kevin, und Hr.Kreutzer (v.l.n. r.).
Auch nach so vielen Jahren klappt die Weitergabe der Streitschlichterarbeit von den 10-er- an die 9-er-Streitschlichterschüler perfekt. Letztere bilden wiederum in der nächsten Woche mit ihren betreuenden Lehrkräften Frau Uzun und Herrn Kreutzer die nächste Streitschlichtergruppe aus den jetzigen 8. Klassen aus.
Was aber hat sich in diesen 15 Jahren verändert? Nach Meinung von Frau Pütz, die die Streitschlichtung an der WRS+ im Jahr 1998/99 initiiert und bis zu ihrem Eintritt in den Vorruhestand im Februar 2014 mit betreut hat, ist die Gewalt subtiler, gemeiner geworden und findet häufiger im Netz statt. Cybermobbing ist deswegen so schlimm, da das Opfer sich kaum wehren kann, die Angriffe oft sehr überraschend kommen und von vielen Mitschülern gelesen werden können. Auch darauf reagieren die Streitschlichter mit ihren betreuenden Lehrkräften schon seit einigen Jahren, u.a. mit einem selbst erstellten Film, der in allen 5. bis 7. Klassen gezeigt und diskutiert wurde. Mit den alltäglichen Reibereien unter den jüngeren Schülerinnen und Schülern kommen die Streitschlichter sehr gut alleine klar. Oft reicht da schon ihr tägliches Sprechzeitenangebot in den großen Pausen. Nur in Ausnahmefällen dauert es auch mal länger, z.T. auch in der Unterrichtszeit oder am Nachmittag.
Die fünf abgehenden Streitschlichter Niklas, Isabella, Selina, Rahel und Annika befragt, was ihnen die Streitschlichterarbeit selbst gebracht hat, antworten diese übereinstimmend, dass sie selbstbewusster und selbstsicherer geworden seien und dass sich auch ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr Einfühlungsvermögen verstärkt habe.
Sie wünschen ihren Nachfolgern viel Erfolg bei ihren künftigen Streitschlichtungen und bei der Ausbildung der nächsten Streitschlichtergeneration.
So wird ihr erfolgreiches Engagement auf jeden Fall kommendes Schuljahr weitergeführt werden. Das versichern ihnen ihre Nachfolger Nick, Anica und Kevin wie auch die beiden Lehrkräfte Frau Uzun und Herr Kreutzer.
Schulalltag ohne Streit wird es zwar nie geben, Auseinandersetzungen gehören nun mal dazu, dass daraus aber kein Dauerkonflikt wird, das ist auch weiterhin Ziel der Streitschlichtung an der WRS+.