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  • Do., 23. Juni 2016, 11:40 Uhr
    Team der Nibelungen-Festspiele präsentiert aktuelles Bühnenbild vor dem Dom

    Strick, Sekt und Selbstporträts

    Irina Schicketanz verdeutlicht, welche Aussage sie durch ihr Bühnenbild vermitteln möchte. Foto: Vera Beiersdörfer


    Von Vera Beiersdörfer "Es ist mal etwas ganz anderes", begeistert sich Sascha Kaiser, Geschäftsführer Nibelungenfestspiele gGmbh, bei der heutigen Bühnenbild-Präsentation vor dem Wormser Dom. Transparente Umkleidekabinen aus Plexiglas ermöglichen den Festspielbesuchern den freien Blick auf die Schauspieler, die in der aktuellen Inszenierung von Regisseur Nuran David Calis Filmdarsteller mimen werden. Wie die Bühnenbildnerin Irina Schicketanz erklärt, sei es genau diese Transparenz, die verdeutliche, dass Schauspieler "gläserne" Menschen seien. Als Prominenter stehe man ununterbrochen im Fokus der Öffentlichkeit, stets beobachtet, ohne Chance auf Privatsphäre.

    Die Komödie „GOLD. Der Film der Nibelungen“ aus der Feder von Drehbuchautor Albert Ostermaier handelt von einem Dreh vor dem Dom, bei dem der berühmte Königinnenstreit der Nibelungensage nicht nur vor der Kamera zu eskalieren droht, sondern auch hinter den Kulissen. Utensilien wie etliche leere Sektflaschen in der einen Umkleide, zahllose liebevoll arrangierte Autogrammkarten mit dem eigenen Foto und gar ein geknoteter Strick in den gläsernen Räumlichkeiten anderer Protagonisten lassen erahnen, welche zwischenmenschlichen Konflikte von dem Ensemble auf der Festspielbühne zum Leben erweckt werden.

    Transparente Umkleidekabinen aus Plexiglas ermöglichen den Festspielbesuchern den ungehinderten Backstage-Blick auf die Schauspieler. Ein Einblick in das Leben abseits des Rampenlichts. Foto: Vera Beiersdörfer


    "Für das aktuelle Bühnenbild wurden 40 Platten, das entspricht 3,7 Tonnen, in Worms produziertem Plexiglas verbaut", erläutert Gabriele Engert, Leitung Standortkommunikation Evonik Industries. Das Unternehmen ist bereits seit Jahren Sponsor der Nibelungen-Festspiele und hatte die Finanzierung des Bühnenbildes übernommen.

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