Fr., 15. Juli 2016, 12:19 Uhr
Die vier Anlagen des Windparks Groß-/Kleinniedesheim speisen direkt in die EWR- Umspannanlage (UA) am Kirschgartenweg ein. „Es ist die erste Anlage außerhalb unseres Netzgebiets, die wir anschließen – und dazu direkt an das Mittelspannungsnetz“, erklärt Projektleiter Sven Wagner. Über eine Strecke von sieben Kilometer mussten dazu Kabel von der Übergabestation zur UA verlegt werden.
Vom Kirschgartenweg aus versorgt EWR primär den Süden der Stadt Worms. Der Strom aus dem Windparks wird also direkt vor Ort weiterverteilt. Verrechnet wird die eingespeiste Menge wie üblich nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Diese Umlage zahlen alle Verbraucher über ihre Stromrechnung.
EWR hat den Windpark über die UA auch an die eigene Netzleitstelle angeschlossen, um ihn darüber zu steuern. Ist etwa zu viel Strom im Netz, kann der Windpark in seiner Leistung von 9,6 Megawatt reduziert werden. „Messwerte und andere Daten werden über ein Glasfaserkabel von der UA an die Netzleitstelle übertragen“, sagt Wagner.