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  • Mo., 14. April 2014, 19:08 Uhr
    In unmittelbarer Nähe des Rathauses wurde in Worms die erste öffentliche Ladestation für Elektrofahrzeuge eröffnet

    „Strom kostet erst mal nichts”

    Oberbürgermeister Michael Kissel (links) und EWR-Vorstand Günter Reichert bei der Einweihung der Ladestation. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Elektromobilität kommt in Deutschland und Worms nicht wie gewünscht voran. So waren im Jahr 2013 in der Bundesrepublik insgesamt nur rund 13.000 Elektrofahrzeuge angemeldet. Das Ziel der Bundesregierung war es einmal bis 2020 die Zahl von einer Millionen Elektroautos zu erreichen. Davon ist man weit entfernt. Hoffnungsvoll stimmt allerdings die Zahl von 6.000 Neuzulassungen alleine im letzten Jahr. Doch fehlt noch der ganze große Schub. In Worms sind gerade mal ein Handvoll Elektromobile angemeldet. Dazu kommen noch die Fahrzeuge des EWR und eines bei der Stadt Worms. Darüber hinaus hat die Verwaltung einen E-Roller.

    Zwei Hinderungsgründe
    Die zwei Haupthinderungsgründe für eine größere Akzeptanz sind der relativ hohe Anschaffungspreis von 25.000 Euro für einen Kleinwagen und die noch begrenzte Reichweite von inzwischen rund 150 Kilometren ohne einen Ladevorgang.

    Zukunft gestalten
    Dennoch gehört oder exakter, soll der Elektromobilität die Zukunft gehören. Auch in der Nibelungenstadt. Um die Elektromobiltät weiter voran zu bringen, wurde am Montagnachmittag eine „Elektro-Tankstelle” in der Bürgerhofgasse (direkt hinter dem Rathaus an der Parkreihe) von Oberbürgermeister Michael Kissel und EWR-Vorstand Günter Reichart eröffnet. Mindestens bis Jahresende ist das Tanken von EWR Naturstrom an der Ladestation kostenfrei. Es können gleichzeitig vier Elektrofahrzeuge aufgeladen werden. Zur Benutzung des Terminals muss einmalig eine Ladekarte zum Preis von 30 Euro erworben werden. Über ein entsprechendes Kabel ist ein Schnellladevorgang möglich.

    Die Ladestation in der Bürgerhofgasse ist derzeit die einzige in der Nibelungenstadt. Im Gebiet des EWR gibt es allerdings noch zwei weitere, eine in Gernsheim (Südhessen) und eine in Klein-Winternheim unweit von Nieder-Olm.

    Viele kurze Dienstwege
    Oberbürgermeister Michael Kissel führte bei der Eröffnung des Ladeterminals aus, dass die Stadt daran arbeite, ein intelligentes Mobilitätskonzept für die Nibelungenstadt zu entwickeln und es umzusetzen. Hierbei sollten ökologische genauso wie ökonomische Aspekte Berücksichtigung finden. Dazu gehört der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Aber auch die Stadtverwaltung möchte in Zukunft ihren Beitrag dazu leisten. So soll es Veränderungen im Denken gaben, was bedeutet, weg von großen bereichsbezogenen Fuhrparks hin zur Nutzung von (halböffentlichen) Fahrzeugpools, CarSharing und Fahrradverleihsystemen.

    OB Michael Kissel belegte die Überlegungen mit einigen zahlen, so würden im Kernbereich bei der Stadtverwaltung Worms 90 Fahrzeuge (Dienstfahrzeuge und dienstlich-anerkannte Privat-Pkw) im Jahr rund 270.000 Kilometer zurücklegen. Über 93 Prozent der Fahrten gingen über eine maximale Distanz bis zu 75 Kilometer. Hier könne man den Hebel ansetzen. Kurze Dienstwege könnte etwa zukünftig mit dem Fahrrad, E-Bike oder einem E-Roller zurückgelegt werden. zulegen. Fahrten bis 75 km auch mit E-Fahrzeugen. Un- wirtschaftliche Standzeiten von Fahrzeugen sollen perspektivisch über CarSharing oder CarPooling minimiert werden.

     

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