
Seit sechs Monaten leitet Christian Bruch die Abteilung 3.25 – Kommunaler Vollzugsdienst. Im Innenstadtausschuss erläuterte der erfahrene Abteilungsleiter nun die umgesetzten Strukturveränderungen und gab einen Ausblick auf die künftige Ausrichtung.
Nachdem Bereichsleiter Matthias Pfeiffer den Vollzugsdienst während der Vakanz interimistisch mitbetreut hatte, wurden unter der Leitung von Christian Bruch die internen Abläufe vereinheitlicht, Dienstzeiten bedarfsgerecht angepasst und operative Schwerpunkte gesetzt. Neben gezielten Kontrollen im Stadtgebiet – wie den vom Innenstadtausschuss ausdrücklich begrüßten Einsätzen gegen die vorschriftswidrige Nutzung von E-Scootern – lag der Fokus vor allem auf der organisatorischen Festigung der Truppe.
Bürgermeisterin und Ordnungsdezernentin Stephanie Lohr ordnete die Personal- und Organisationsentwicklung des Kommunalen Vollzugsdienstes im Ausschuss ein. Unter schwierigen Rahmenbedingungen sei der Dienst stabilisiert und organisatorisch weiterentwickelt worden.
„Wer behauptet, im Bereich der öffentlichen Sicherheit sei in den letzten Jahren nichts passiert, blendet die Realität kommunaler Verwaltungsarbeit aus. Wir haben den Kommunalen Vollzugsdienst unter denkbar schwierigen Bedingungen aufgestellt und zukunftsfest gemacht“, so Lohr. Besonders der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte im Vollzugsbereich sei bundesweit intensiv. In ihrer Amtszeit hätten 18 Kolleginnen und Kollegen die Abteilung im Rahmen normaler Fluktuation verlassen; ebenso viele neue Kräfte seien gewonnen, ausgebildet und integriert worden. „In Zeiten eines akuten Fachkräftemangels diese Balance zu halten, ist ein erheblicher personalpolitischer und organisatorischer Kraftakt“, betonte Lohr.
Bei der Neubesetzung der Führung seien bewusst keine schnellen Kompromisse eingegangen worden. „Eine Führungskraft im Vollzugsdienst trägt die direkte Verantwortung für sensible Grundrechtseingriffe und den Schutz der eigenen Mitarbeitenden im Einsatz. Wer hier die Qualitätsanforderungen senkt, nur um schnell Vollzug zu melden, handelt fahrlässig. Wir haben auf die richtige Persönlichkeit gewartet und zugleich die Strukturen modernisiert.“
Die geschaffene Stabilität zeigt bereits unmittelbare Wirkung auf der Straße. So konnten im Sommer die Einsatzzeiten an den Wochenenden bis tief in die Nacht ausgeweitet werden. Gemeinsam mit der Polizeiinspektion Worms wurde die sichtbare Bestreifung zentraler Plätze und der Fußgängerzone spürbar verstärkt.
Die Mitglieder des Innenstadtausschusses begrüßten die personelle Konsolidierung, die klare Führung durch Christian Bruch und die erhöhte Kontrolldichte ausdrücklich. Für die kommenden Monate kündigte Bruch an, offene Planstellen konsequent weiterzubesetzen, die neuen Qualitätsstandards im Arbeitsalltag zu festigen und die Einsatzplanung flexibel an den Brennpunkten der Stadt auszurichten.
„Echte Sicherheitspolitik misst sich nicht an populistischen Schnellschüssen, sondern an struktureller Krisenfestigkeit, personeller Substanz und verlässlicher Präsenz vor Ort. Dieses Fundament steht nun“, so Bürgermeisterin Lohr abschließend.
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