Hochschulen Worms und Ludwigshafen bauen gemeinsames Gründungsbüro auf / Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt überreicht Förderbescheid
Studentischen Gründergeist stärken
Dr. Frank Möller, Prof. Dr. Michael Graef, Prof. Dr. Henning Kehr, Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt, Prof. Dr. Hans-Ulrich Dallmann, Claudia Wingerter und Miriam Blick, Leitung Career Center der Hochschule Ludwigshafen, freuen sich nach der Übergabe des Förderbescheides über das bewilligte Projekt „R(h)eine Gründersache“ mit einem Gründungsbüro Worms-Ludwigshafen (von links). Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT Zugunsten eines gemeinsamen Gründungsbüros empfingen die Hochschulen Worms und Ludwigshafen aus den Händen der Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt am Mittwoch einen Förderbescheid. Insgesamt stellen das Land Rheinland-Pfalz und die Europäische Union, letztere über ihren Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE), abrufbare Mittel in Höhe von 830.000 Euro bereit.
Angesichts beinahe schon täglicher Medienberichte über Digitalisierung, Industrie 4.0 oder etwa Künstlicher Intelligenz glaubte Prof. Dr. Henning Kehr, Vizepräsident der Hochschule Worms, dass es doch gerade hier – in einem ausgesuchten Informatikraum – nach Ausgründungen rieche. „Unser Ziel ist es, den unternehmerischen Mut zu wecken, eigenen Ideen zu vertrauen“, sprach sich sein Kollege Prof. Dr. Hans-Ulrich Dallmann als Vizepräsident der Hochschule Ludwigshafen für mehr studentischen Gründergeist aus. Wobei es genau hieran nicht mangele, denn das große Interesse der Studierenden am Thema Firmengründung habe überhaupt erst den Ausschlag gegeben, dass sich letztlich ein Team um Dr. Frank Möller und Prof. Dr. Michael Graef sowie Claudia Wingerter und Prof. Dr. Christina Stadler gebildet hatte.
„Der Landesregierung ist es ein großes Anliegen, technologieorientierte Gründungen zu unterstützen. Das Gründungsbüro der Hochschulen Worms und Ludwigshafen schließt eine Lücke in der Gründungsberatung und kann besonders von den Lehrstühlen zur Entrepreneurship an beiden Standorten profitieren“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt bei der Übergabe des Förderbescheids an der Hochschule Worms. Sie hoffe, dass viele Studierende den Weg in die Selbstständigkeit als eine attraktive Berufsalternative für sich entdecken könnten.
Das Projekt „R(h)eine Gründersache“
Das Projekt „R(h)eine Gründersache“ ist auf viereinhalb Jahre angelegt. In Ergänzung regionaler Akteure wie zum Beispiel dem studentischen GründerClub Worms, den Industrie- und Handelskammern sowie den Wirtschaftsförderungen gilt es nun in den nächsten Jahren Qualifizierungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen mit Leben zu füllen, die die Gründungsaktivität der Studierenden unterstützt und erhöht. Ziel ist es, eine agile Gründungskultur an den Hochschulen zu schaffen, die den Studierenden den Weg in die Selbstständigkeit nach dem Studium näherbringt.