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  • Fr., 05. Juli 2013, 13:45 Uhr

    Studien für Weinbezeichnung und Verbraucherverhalten auf den Weg gebracht

    Im Oktober 2012 hatte der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Änderung des Weingesetzes beschlossen. Die Möglichkeit, das Bezeichnungsrecht weiterzuentwickeln und kleinere geografische Einheiten hervorzuheben, wurde den Landesregierungen übertragen.

    In der Plenarsitzung am Donnerstag wurde nun auf Antrag aller im Mainzer Landtag vertretenen Fraktionen (SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen) beschlossen, eine repräsentative Studie zum Weinbezeichnungsrecht unter Federführung eines Kompetenzzentrums (DLR) in Auftrag zu geben.

    In Rheinhessen wird dies das DLR in Oppenheim sein. Ziel ist, für die verschiedenen Erzeugertypen die Erträge, Rebsorten und Mostgewichte zu erheben, die aktuell Anwendung finden. Insbesondere soll die Studie Auskunft geben, welche Hektarerträge in Großlagen, Einzellagen und Katasterlagen mit verschiedenen geografischen Angaben tatsächlich zugrunde liegen. Eine weitere Studie soll Aufschluss zur Kaufentscheidung der Verbraucher geben.

    „Die Fortführung der Qualitätsorientierung im rheinland-pfälzischen Weinbau und die Weiterentwicklung des Weinbezeichnungsrechts mit Profilierung von Lagenweinen kann als Chance für die Winzer im Land bezeichnet werden“, betonen MdL Kathrin Anklam-Trapp und Bundestagskandidat Marcus Held (beide SPD).

    Eine bedeutende Rolle kommt in Rheinhessen – die stärkste Weinbau betreibende Region in Rheinland-Pfalz- dem DLR in Oppenheim zu, für dessen Erhalt sich beide Politiker kontinuierlich einsetzen. „Es ist das Weinkompetenzzentrum, dessen Aktivitäten in der Steigerung der Weinqualität liegen sowie in der Beratung zur innovativen Betriebsentwicklung auf wissenschaftlicher Basis.“ Die Winzer erhalten Unterstützung, um auf komplexe Herausforderungen erfolgreich reagieren zu können. Weiterhin werden durch praxisbezogene Lehrangebote Möglichkeiten geboten, Qualität und Vermarktung ihrer Weine weiterzuentwickeln.

    „Wir begrüßen die zahlreichen Initiativen zur Qualitätssteigerung des Weinbaus und die Vermarktungsoffensiven in den Weinanbaugebieten, um die hervorragende Qualität durch ein gutes Marketing national wie international noch bekannter zu machen“, so die beiden Politiker.

    Nach Abschluss der genannten Studien soll gemeinsam mit den Verbänden der Weinwirtschaft zur klaren Abgrenzung und unterscheidbaren Bezeichnung von Groß- und Einzellagen einen Kennzeichnungsvorschlag formuliert werden.

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