
Der Sportliche Leiter Manuel Wöllner stellt mit sofortiger Wirkung sein Amt zur Verfügung.
Hier seine Stellungnahme zu seiner freiwilligen Entscheidung:
„Ich muss mich zur aktuellen sportlichen Lage äußern und stelle mich der Verantwortung: Die sportliche Talfahrt geht auf meine Kappe. Ich bin mir bewusst, dass ich mit meinen Entscheidungen Fehler gemacht habe. Der erste große Fehler war, Amiri zum Trainer zu machen und ihm seine Wünsche zu erfüllen – mit Spielern, die irgendwann einmal einen guten Namen hatten, aber nicht unbedingt ins Konzept passten. Das war der größte strategische Fehlgriff.
Im Winter habe ich versucht, mit frischem Wind eine Kurskorrektur vorzunehmen. Es sollte ein Neuanfang werden, doch die erhoffte Wende blieb aus. Fakt ist: Wir schießen einfach zu wenig Tore. Der Punkt, an dem mir endgültig klar wurde, dass es so nicht weitergeht, war das Spiel gegen Baumholder. Meiner Meinung nach hatte sich die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt mit der aktuellen Situation abgefunden – und das darf in unserer Lage nicht passieren.
Ich weiß, dass diese Mannschaft es besser kann. Ich bin weiterhin überzeugt, dass sie den Klassenerhalt schaffen kann, wenn sie bereit ist, ihren Spielstil anzupassen. Es sind alles gute Fußballer, aber in dieser Liga muss man sich auf die Gegebenheiten einstellen: Hinten sicher stehen, den Ball schnell nach vorne bringen und darauf vertrauen, dass einer die Kugel ins Netz befördert. Andere Vereine in der Verbandsliga setzen genau auf diese Strategie – und haben damit Erfolg.
Ich bin zurückgetreten, weil ich glaube, dass dies die letzte Chance ist, den Schalter noch einmal umzulegen. Vielleicht kann die Mannschaft jetzt befreiter aufspielen, ohne meinen Druck im Hintergrund. Die Verantwortung für die aktuelle Situation liegt bei mir, und ich trage dieses Päckchen.
Pfeddersheim ist und bleibt mein Verein. Ich werde Marco und der Mannschaft die Daumen drücken, dass sie den fünftletzten Platz erreichen. Nach meiner Rechnung brauchen sie dafür 16 Punkte aus den letzten acht Spielen – das ist machbar. Ich bin zu 100 Prozent sicher: Wenn die Mannschaft begreift, worauf es jetzt ankommt, und jeder für den anderen kämpft, dann wird sie sich endlich belohnen.“